News

LOKAL

CARINTHIja 2020: Höchstgelegene Mobile Ausstellung Österreichs am Großglockner eröffnet

19.07.2020
LH Kaiser: Ausstellung anlässlich 100 Jahre Volksabstimmung bringt Geschichte zu den Menschen – Gemeinsame und Verbindende unter Dach Europa in Mittelpunkt rücken – Ausstellung bis 2. August auf Kaiser-Franz-Josefs-Höhe


Klagenfurt (LPD). Der Blick in Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft ist bestimmendes Element der Mobilen Ausstellung zum 100-Jahr-Jubiläum der Kärntner Volksabstimmung CARINTHIja 2020. Bis 2. August kann man diesen Blick nun auf 2.369 Meter Höhe vor der atemberaubenden Kulisse des Großglockners, des höchsten Berges Österreichs, schweifen lassen. Eröffnet wurde die Mobile Ausstellung heute, Sonntag, nämlich auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe von Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser in Anwesenheit von Salzburgs Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf und Johannes Hörl von der Großglockner Hochalpenstraßen AG (GROHAG). Das Landesmuseum für Kärnten ist Projektträger der Ausstellung, die bereits in Völkermarkt zu sehen war und auch nach Feldkirchen, Villach und Klagenfurt touren wird.

Kaiser bezeichnete die Ausstellung an diesem hohen und berühmten Punkt als „spektakulär, einzigartig und unvergleichbar“. Man wolle mit ihr Geschichte zu den Menschen bringen sowie aus der Vergangenheit heraus Wege für die Zukunft aufzeigen. Der Landeshauptmann rief in Erinnerung, dass der Alpen-Adria-Raum Kriegsgebiet war, die Völker zerstritten waren und es blutige Auseinandersetzungen gab. Heute seien der Alpen-Adria-Raum und Europa eine Friedensregion. „Es steht aber dennoch viel für die Zukunft Europas und die Jugend am Spiel“, mahnte Kaiser. Daher seien Perspektiven nach vorne wichtig und dass man das Gemeinsame, das Verbindende unter dem Dach Europa in den Mittelpunkt rücke. In Kärnten sei die Zusammenarbeit mit den Nachbarn und anderen Bundesländern jedenfalls intensiv. „Wir gehören in der Europäischen Union zusammen und wir werden das beweisen“, betonte Kaiser.

Für das Kärntner Jubiläumsjahr wünscht der Landeshauptmann sich, dass die Menschen zweier Muttersprachen weiter zusammenkommen. Er erwähnte auch das Projekt „Brücken bauen – gradimo mostove“, welches das Verbindende des Grenzflusses Drau hervorstreiche. Ein starkes Zeichen sei zudem, dass nur eines der CARINTHIja 2020-Projekte der Coronakrise zum Opfer gefallen sei. Zum Festakt am 10. Oktober seien der slowenische Staatspräsident Borut Pahor und Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen eingeladen. Kaiser dankte zudem der GROHAG für die Kooperation, durch welche der hochgelegene und außergewöhnliche Ausstellungsort an der stark frequentierten Großglockner Hochalpenstraße möglich gemacht wurde.

„Kärnten ist eine der wenigen Regionen Europas, die auf einer vergleichbar kleinen Fläche einen derartigen Schatz an kultureller Vielfalt bieten kann. Gerade die verschiedenen Sprachen, Dialekte und Kulturen machen den speziellen Charme Kärntens aus. Es ist mir eine große Freude bei dieser vielseitigen und spannenden Ausstellung dabei sein zu dürfen, welche die letzten 100 Jahre dieses schönen Bundeslandes zusammenfasst und einen Ausblick in die Zukunft wagt“, sagte Landtagspräsidentin Pallauf.

Johannes Hörl, Vorstand der Großglockner Hochalpenstraßen AG, freut sich: „Für eine derartig besondere Ausstellung, die in diesem besonderen Jahr zu den Besuchern reist, ist auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe an der Großglockner Hochalpenstraße der perfekte Platz. Ein Ort voller Geschichte, ein Ort der Mobilität, aber auch gleichzeitig ein Ort der Verbindung. Denn so, wie die Ausstellung das Thema Verbundenheit ins Zentrum stellt, steht die Hochalpenstraße nicht nur als Verbindung zweier Bundesländer, sondern als Denkmal für ganz Österreich.“

Die vom Landesmuseum umgesetzte Mobile Ausstellung basiert auf einer Idee von Kulturabteilungsleiter Igor Pucker. „Hinter der Planung und Realisierung stand als zentraler Leitgedanke ‚Nicht das Land besucht die Ausstellung, die Ausstellung kommt ins Land‘ und vermittelt in zeitgemäßer Form das Jubiläum mit seinen historischen und gegenwärtigen Perspektiven“, erklärte Pucker. Die Ausstellungsinhalte wurden von einem multidisziplinären Team um Helmut Konrad, Wilhelm Wadl, Brigitte Entner und Alexander Verdnik ausgearbeitet. Die Vermittlung obliegt der wissens.wert.welt aus Klagenfurt. Führung sind unter Voranmeldung möglich, eine entsprechende Buchungs-App (Link unter: www.carinthija2020.at) erlaubt Reservierungen für maximal zehn Personen pro Führung.

Unter dem Motto „CARINTHIja 2020 – Ein Land in Zeitreisen und Perspektiven“ finden zudem heuer und im ersten Halbjahr 2021 insgesamt mehr als 300 Veranstaltungen aus 89 Ausschreibungsprojekten statt. Den dritten Schwerpunkt bilden die offiziellen Feierlichkeiten des Landes Kärnten, welche rund um den 10. Oktober 2020 ihren Höhepunkt finden werden.

Unter den Eröffnungsgästen auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe waren u.a. auch die Landtagsabgeordneten Christina Patterer und Alfred Tiefnig, der Heiligenbluter Bürgermeister Josef Schachner und der Bürgermeister von Winklern, Johann Thaler.

Termine und Infos zu allen Projekten unter http://www.carinthija2020.at



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD Kärnten/Augstein