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Regierungssitzung 6: Neuer Leistungsvertrag mit OIKOS stellt Suchtberatung für Jugendliche und junge Erwachsene sicher

28.07.2020
LHStv.in Prettner: Jugendliche und junge Erwachsene benötigen im Suchtbereich spezielle Anlaufstellen - Neue Leistungsvereinbarung sichert spezifische Beratungsstellen


Klagenfurt (LPD). „Wenn es zu problematischem Suchtverhalten kommt, ist es wichtig, zu wissen, dass man nicht alleine ist und Hilfe bekommt, wenn man sie sucht – anonym und von Experten. Mit der Unterzeichnung der Leistungsvereinbarung sichern wir die weitere, multiprofessionelle Betreuung, speziell für canabisabhängige Jugendliche und junge Erwachsene,“ informierte LHStv.in Prettner heute, Dienstag, nach der Regierungssitzung. Vertragspartner ist der gemeinnützige Verein OIKOS, der bereits in der Vergangenheit in diesem Bereich tätig gewesen ist und auch über die notwendigen Expertisen verfügt.

„Mit der neuen Vereinbarung werden bestehende Leistungen gebündelt und unter einem Dach und in einem neuen Leistungsvertrag zusammengefasst. Dafür stellen wir von Seiten des Landes bis zu 130.000 Euro pro Jahr bereit,“ so Prettner weiter. Wichtig in diesem speziellen Bereich sei nicht nur die Sicherung einer spezifischen Anlaufstelle, sondern vor allem auch, dass die Betroffenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht mit Personen in Kontakt kommen, die bereits manifestere Drogenproblematiken aufweisen. Mit der Vereinbarung werden einerseits die Leistungen der Beratungsstelle und andererseits jene des Canabisambulatoriums gebündelt. Der Vertrag tritt mit 1. Oktober 2020 in Kraft und wird auf unbestimmte Zeit abgeschlossen, eine Kündigung ist ohne Angaben von Gründen unter Einhaltung einer sechsmonatigen Kündigungsfrist möglich. Wenn triftige Gründe vorliegen, kann auch die sofortige Auflösung des Vertrages erfolgen.

In Österreich finden Konsumerfahrungen mit illegalen Drogen am häufigsten mit Cannabis statt. 30-40 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen geben an, zumindest einmal in ihrem Leben Cannabis konsumiert zu haben. Bei chronischem Cannabiskonsum liegt zudem laut Experten häufig eine psychiatrische Grunderkrankung vor. Eine möglichst frühzeitige Abklärung ist daher umso wichtiger und wird durch das multiprofessionelle Setting gewährleistet.


Rückfragenhinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Hafner/Robitsch