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Regierungssitzung 9 - Tätigkeitsbericht 2019 des Kärntner Gesundheitsfonds gibt umfassenden Überblick über Leistungsgeschehen im Gesundheitsbereich

28.07.2020
LHStv.in Prettner: Der Tätigkeitsbericht des Kärntner Gesundheitsfonds verdeutlicht und zeigt auf, dass sich unsere vorausschauende Planung bewährt hat – Kärntner Bevölkerung profitiert


Klagenfurt (LPD). In der heutigen Regierungssitzung legte Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner dem Regierungskollegium den Tätigkeitsbericht des Kärntner Gesundheitsfonds (KGF) für das Jahr 2019 zur Beschlussfassung vor. „Die neuesten Kennzahlen bestätigen uns den positiven Weg im Gesundheitswesen“, führt Prettner aus.

Insgesamt 830.000 Belegstage gab es in den elf Kärntner Fondskrankenanstalten 2019, das sind rund 10.000 weniger als noch 2018 – im Jahr 2011 lagen diese noch bei über einer Million. Weitgehend konstant blieben die stationären Aufnahmen mit rund 141.000, deutliche Steigerungen gab es bei den ambulanten Patienten mit rund 642.000, 2018 waren es 628.000. „Die Zahlen zeigen, dass sowohl unser Bedarfs- und Entwicklungsplan, als auch der Regionale Strukturplan Gesundheit ihre Wirkung entfalten. Deutlich wird anhand der Zahlenbetrachtung auch, dass die Bevölkerungsgruppe der über 64-jährigen am häufigsten zur stationären Behandlung in Krankenanstalten aufgenommen werden (rund 67.000 Aufnahmen), während es im Bereich der Kinder und Jugendlichen (0 bis 14 Jahre) rund 8.900 stationäre Patienten bzw. Aufnahmen gab. Durch die Demografische Entwicklung sei dies aber logisch und wir haben dies in unserer Planung der letzten Jahre auch berücksichtigt“, so Prettner.

An den tagesklinischen Zahlen zeige sich auch, dass die in der Vergangenheit gesetzten Schritte im Gesundheitsbereich ihre Wirkung entfalten konnten, so gab es 2017 noch rund 16.000 tagesklinische Eingriffe, während es 2019 bereits 19.000 sind. „In den letzten Jahren haben wir den Ausbau der tagesklinischen Angebote forciert und auch in unserem Bedarfs- und Entwicklungsplan, bzw. Regionalen Strukturplan Gesundheit hinterlegt. Es ist sehr erfreulich, dass sich die Maßnahmen nicht nur konsequent umsetzen ließen, sondern auch, dass die Kärntner Bevölkerung davon quasi umgehend profitiert,“ so Prettner weiter.

Im Jahr 2019 standen dem KGF insgesamt rund 929 Millionen Euro zur Verfügung. 326 Millionen Euro flossen vom Land Kärnten in die Betriebsabdeckung der Fonds-Krankenanstalten.
Die langfristige Planung der Rahmenbedingungen erfolgt dabei im österreichischen Strukturplan Gesundheit bzw. in den Bundesländern in den Regionalen Strukturplänen Gesundheit (RSG) – aktuell bis 2025. „Der RSG 2025 bedeutet jedoch keine vollkommene Umgestaltung der Versorgungslandschaft, sondern eine schrittweise Anpassung an die sich verändernden Rahmenbedingungen. Im Intramuralen Bereich sind dies beispielsweise Anpassungen bei Bettenstrukturen, bei gleichzeitigem Ausbau extramuraler, dem Spitalsbereich vor- und nachgelagerter Strukturen. Ein weiteres Beispiel sind die Primärversorgungszentren, laut RSG 2025 sind hier fünf Zentren bis spätestens 2022 vorgesehen. Zusätzlich wird im niedergelassenen Bereich der Ausbau der Allgemeinmedizin durch Schaffung neuer Planstellen vorangetrieben – aber auch im fachärztlichen Bereich wird hier laufend erweitert. All diese Punkte und viele weitere gibt der RSG 2025 vor,“ wie Prettner informiert. Beispielhaft angeführt sei noch der Ausbau der palliativmedizinischen Strukturen, im LKH Villach werde ein mobiles Palliativteam für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene eingerichtet, so Prettner weiter.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Hafner/Stirn