Presseaussendungen

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Tourismustag: Branche richtet den Blick nach vorne

10.11.2021
LR Schuschnig, Petritsch von der Wirtschaftskammer und Kresse von der Kärnten Werbung diskutierten mit Experten: Kärntens Tourismus kann von der Zeitenwende in der Branche profitieren, neuer Aktionsplan stellt dafür die Weichen - Sichere Wintersaison ist eine Herausforderung, aber möglich.


Klagenfurt (LPD). Kaum eine Branche wurde von der Pandemie so hart getroffen wie der Tourismus. Gleichzeitig ist der Tourismus auch in einer Zeitenwende, die neue Chancen mit sich bringt. Beides stand heute, Mittwoch, beim jährlichen Tourismustag im Fokus. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wurde dieser erstmals digital abgehalten, um kurz vor der Wintersaison nichts zu riskieren und einen Beitrag zu leisten, die Fallzahlen zu reduzieren, wie die Organisatoren betonten. Rund 400 Tourismusunternehmer und Interessierte nahmen an der Veranstaltung teil. „Wir stehen gemeinsam hier, um über die Corona-Pandemie hinaus die Weichen für die kommenden Jahre so zu stellen, dass Kärntens Tourismuswirtschaft die Veränderungen als Chance zu einem neuen Aufbruch nutzen kann“, betonten Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig, WKK-Tourismus- Spartenobmann Josef Petritsch und Christian Kresse, Geschäftsführer der Kärnten Werbung.

Schuschnig ging in seiner Rede zur Lage des Kärntner Tourismus auf die aktuelle Corona-Situation und die Auswirkungen auf den Winter ein. „Die Wintersaison wird heuer eine Herausforderung, aber wir werden alles tun, damit sie möglich ist. Wir haben dafür deutlich mehr Instrumente in der Hand, als noch vor einem Jahr – vor allem die Impfung“, so Schuschnig. Voraussetzung für eine gute Wintersaison sei jedoch, nun die rasant steigenden Infektionszahlen wieder in den Griff zu bekommen. „Es darf zu keinen Reisewarnungen, schon gar nicht zu einem neuerlichen Totalausfall der Saison, kommen“, strich er hervor. Auch Tourismusbetriebe haben ihre Hausaufgaben gemacht und seien mit guten und erprobten Konzepten für sicheren Urlaub vorbereitet. „Der Tourismus darf nicht wieder die Zeche zahlen, weil sich ein Teil der Gesellschaft unsolidarisch nicht an Maßnahmen halten will, sich nicht impfen lässt oder die Pandemie nicht ernst nimmt“, so der Tourismuslandesrat.

Generell sei der Tourismus jedoch nicht erst seit Corona in einem spürbaren Wandel, betont Schuschnig. Es seien völlig neue Stärken gefragt, Gästewünsche und das Reiseverhalten ändern sich rasant. „Kärnten kann davon profitieren“, ist Schuschnig überzeugt. Hierfür präsentierte er heute die Eckpunkte eines Handlungsplans, der gemeinsam mit der Branche erarbeitet wurde, und auf die erfolgreiche Tourismusstrategie aufbaut. Unter dem Titel "Was jetzt zu tun ist" werden jährlich die tourismuspolitischen Schwerpunkte festgelegt. Künftig werde in der Tourismuspolitik verstärkt auf Nachhaltigkeit, Saisonverlängerung und Ganzjahresausrichtung, Preisdurchsetzung und Regionalität gesetzt. Auch die Digitalisierung der Branche wird vorangetrieben und Betriebsübergaben gefördert. Zusätzlich soll der Tourismus verstärkt mit dem Lebensraum über die Branche hinaus geplant werden. „Sie alle sollen daran mitarbeiten können, wohin die Reise geht“, so Schuschnig in Richtung Wirtschaft.

Für das Jahr 2022 wird im Tourismus ein besonderer Schwerpunkt auf Maßnahmen gegen den Arbeitskräftemangel gelegt. Rund eine Million soll dafür seitens des Landes zusätzlich investiert werden „Wir müssen das Image der Tourismusbranche als Arbeitgeber aufpolieren, werden auch noch stärker in die Schulen gehen und die Betriebe bei der Arbeitskräftesuche und –ausbildung unterstützen“, gab Schuschnig einen ersten Ausblick. Generell sei auch eine zunehmende Schieflage am Arbeitsmarkt festzustellen, weshalb er die Einführung eines degressiven Arbeitslosengeldes forciert. „Wenn Betriebe teils händeringend nach Personal suchen, müssen wir alle Anreize setzen, um Arbeitskräfte zu mobilisieren“, fand Schuschnig klare Worte.

Auch wenn das Jahr herausfordernd bleibt, könne die Branche auf einen erfolgreichen Sommer zurückblicken. Viele Gäste, die im Vorjahr gewonnen wurden, konnten gehalten werden. „Kärntens Tourismus ist in der Sommersaison ein wahres Comeback gelungen. In vielen Regionen war er fast auf Vorkrisenniveau. Diesen Schwung haben wir heuer erstmals auch in die Nebensaison mitgenommen“, erinnert der Landesrat. So gab es im September so viele Kärnten-Urlauber wie noch nie. Schuschnig: „Die Herbstoffensive, mit der wir mit der Kärnten Werbung gemeinsam 1 Mio. investieren, wirkt“.

Auch Petritsch betonte, die Branche sei gut auf den Winter vorbereitet. „Unsere Betriebe haben schon in der Vergangenheit bewiesen, dass wir sicheren Urlaub anbieten können“. Er sagte, es brauche am Arbeitsmarkt jetzt dringend Maßnahmen: „Wir müssen uns auch selbst bei der Nase nehmen. In Kärnten haben wir gut 5.500 Gastronomie- und Hotelleriebetriebe – und nur etwa 250 davon bilden Lehrlinge aus. Das ist einfach zu wenig. Wir können nicht den Mangel kritisieren und bilden selbst nicht aus. Wir setzen in der Sparte in Kooperation mit dem Tourismusreferat des Landes Kärnten gerade sehr viele Akzente in diesem Bereich – z.B. mit unseren neuen Lehrstellenplattform.“ Eine zusätzliche Maßnahme sehe er darin, den Arbeitsmarkt für Drittstaatangehörige stärker zu öffnen. Zur Sommersaison betont er, unter den Rahmenbedingungen sehr zufrieden sein zu können. Die erreichte Verlängerung des reduzierten MWSt.-Satzes war für den Deckungsbeitrag ein wichtiger Impuls. „Was wir diese Saison aber auch beobachtet haben ist der Umstand, dass sich Qualität durchsetzt. Viele Betriebe nützten die Krise für Investitions- bzw. qualitätsverbessernden Maßnahmen. Auch wurden Prozesse und Abläufe optimiert. Was sich einmal mehr gezeigt hat ist, dass Unternehmer aktive Gestalter sind und nicht warten bis etwas passiert. Sie treiben die Wirtschaft an und generieren Wohlstand und Arbeitsplätze in diesem Land.“

Kresse gab Einblicke in die Marketing-Aktivitäten: „Die Kärnten Werbung setzt derzeit umfangreiche Winterkampagnen in unseren 10 Zielmärkten um. Auch in diesem Jahr können wir hier auf eine starke Allianz mit der Seilbahnwirtschaft, den alpinen Tourismusregionen und Unterkunftsbetrieben bauen. Für das Jahr 2022 stehen bei der Kärnten Werbung vor allem die Weiterentwicklung der erfolgreichen Natur Aktiv Themen mit Wandern und Radfahren, die regionale Kulinarik mit dem weltweiten Slow Food Trend, die Forcierung unserer Angebotsgruppen und der Schultersaisonen sowie im Besonderen das Thema der Nachhaltigkeit im Fokus.“

Zur aktuellen Situation fanden auch die anwesenden Experten klare Worte- Johannes Kopf, Vorstand des Arbeitsmarktservice Österreich, betonte, dass Betriebe immer mehr gefordert seien, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Rudolf Likar, Vorstand der Abteilung Anästhesiologie und Intensivmedizin am Klinikum Klagenfurt und LKH Wolfsberg sagt, dass die Corona-Lage angespannt sei, aber ein neuerlicher, genereller Lockdown keine Alternative sein dürfe. Er appellierte, sich impfen zu lassen. Der Fachgruppenobmann der Kärntner Seilbahnen, Manuel Kapeller-Hopfgartner strich hervor, dass Kärnten besonders vielfältig sei und sich durch „Überschaubares und sanften Wintertourismus“ von anderen Destinationen durchaus positiv unterscheide. Der Hotelier Christian Wassertheurer betont die Relevanz der Saisonverlängerung, um langfristig Mitarbeiter für die Branche zu gewinnen und Michael Saringer, Geschäftsführer der Alturos Destinations GmbH sprach sich für verstärkte Digitalisierung der Angebote aus, um von einer „Vereinzelung der Angebote zu einer Zusammenfassung unter einer starken Dachmarke“ zu kommen.

„Weder ein weiterer Lockdown, noch der Mitarbeitermangel dürfen den Aufschwung wieder bremsen. Deshalb bitten wir alle, sich impfen zu lassen, um gemeinsam die Pandemie in den Griff zu bekommen“, appellierten Schuschnig, Petritsch und Kresse abschließend.


Rückfragenhinweis: Büro LR Schuschnig
Redaktion: Plessin/Stirn
Fotohinweis: Büro LR Schuschnig


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