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Schutz- und Schongebiete



Projektanforderungen, Wasserrechtsverfahren, Wasserschongebiete, Wasserschutzgebiete, Schutzzonen, Wirtschaftsbeschränkungen

Wasserversorgungsanlagen dienen der Versorgung der Bevölkerung mit einwandfreiem Trink- und Nutzwasser. Strengen chemischen und hygienischen Anforderungen entsprechendes Grundwasser (einschließlich Karstwasser) ist die Grundvoraussetzung für eine einwandfreie Wasserversorgung. Daher sind für die Errichtung und den Betrieb von Wasserversorgungsanalgen unterschiedliche gesetzliche Regelungen und technische Rahmenbedingungen zu beachten.


Ausreichender Schutz von Trinkwasservorkommen kann nur durch Ausweisung flächenhaft abgegrenzter Schutzbereiche, mit je nach Zielsetzung und Gefährdungsgrad unterschiedlicher Intensität der Schutzanordnung, erreicht werden. Solche Maßnahmen sind nicht nur im Bereich der Gewinnungsanlagen, sondern auch in ihren Einzugsgebieten zu setzen.


Nach dem österreichischen Wasserrechtsgesetz besteht die Möglichkeit der Festsetzung von Schongebieten und Schutzgebieten.


Wasserschongebiete

Schongebiete sollen grundwasserwirtschaftlich sensible Gebiete in ihrer Gesamtheit umfassen und unter Schutz stellen.

Aufgabe von Schongebieten ist, dass

• die Wasservorkommen in Kärnten in ihren Einzugsgebieten in Qualität und Quantität gesichert werden,

• nachhaltige Temperaturveränderungen des Grundwassers verhindert werden und dass

• somit die Versorgung der Bevölkerung mit einwandfreiem Trink- und Nutzwasser gewährleistet ist.


Wasserschutzgebiete

Dies sind Zonen, in denen besondere Anordnungen über die Bewirtschaftung oder sonstige Benützung von Grundstücken und Gewässern durch Bescheid getroffen werden. Schutzgebiete sollen sowohl eine Verunreinigung des aus Brunnen und Quellen einer Wasserversorgungsanlage zu gewinnenden Wassers verhindern, als auch dessen Ergiebigkeit sichern. Schutzgebiete dienen daher der Abwehr akuter Gefahren und sind als Verbotszonen zu verstehen.

Aufgrund der rechtlichen Vorgaben und fachlichen Erfordernis benötigen alle Trinkwasserversorgungsanlagen Schutzgebiete. Die Intensität der Schutzanordnungen richtet sich nach der Entfernung von der Gewinnungsanlage und dem Umfang der Einflussnahme auf das Grundwasser.


Daher werden üblicherweise Schutzgebiete in mehrere Zonen abnehmender Schutzintensität gegliedert:

• Schutzzone I (Engeres Schutzgebiet)

• Schutzzone II (Weiteres Schutzgebiet)

• Schutzzone III


Innerhalb der Schutzzonen sind daher Wirtschaftsbeschränkungen einzuhalten. Unter folgenden Link finden Sie eine Auflistung der Standard-Wirtschaftsbeschränkungen für Wasserversorgungsanlagen:

Wirtschaftsbeschränkungen


Weiterführende Informationen:

EU-Grundwasserrichtlinie

Wasserinformationssystem Kärnten

Trinkwassernutzung

Trinkwasserverordnung

Grundwasser in Kärnten

Kärntner Wasserschongebietsverordnung.


Informationen und Auskünfte bezüglich Wasserversorgungsanlagen, sowie Schutz- und Schongebieten im Zusammenhang mit geologischen, geotechnischen und hydrogeologischen Problemstellungen erhalten Sie beim:


Amt der Kärntner Landesregierung

Abteilung 8 - Umwelt, Energie und Naturschutz

Geologie und Gewässermonitoring

Flatschacher Straße 70

A-9021, Klagenfurt am Wörthersee

Telefon: 050 536-18032

Fax: 050 536-18000

E-Mail: abt8.geologie@ktn.gv.at