Details

Technische Gewässeraufsicht




Allgemeines

Das Referat „technische Gewässeraufsicht“ ist in der Unterabteilung Siedlungwasserwirtschaft und Gewässerökologie angesiedelt und der Abteilung 8 - Umwelt, Wasser und Naturschutz, beim Amt der Kärntner Landesregierung zugeordnet.

Die Tätigkeiten werden durch sehr gut ausgebildete Mitarbeiter durchgeführt. Die Aufträge dafür erfolgen durch Sachverständige der Abteilung 8 und andere Fachabteilungen des Landes Kärnten. Die Aufgaben reichen von Kontrolltätigkeiten über die Probenahme bis hin zu Beweissicherungen im Rahmen der Gewässeraufsicht. Das Referat deckt einen wesentlichen Teil der Umweltkontrolltätigkeit der Abteilung 8 ab und besitzt durch die langjährige Erfahrung sehr viel Know-How.


Akkreditierung

Der Akkreditierungsumfang der technischen Gewässeraufsicht:


OENORM EN ISO 10523 Wasserbeschaffenheit - Bestimmung des pH-Wertes

OENORM B 2401 Hydrometrie - Methoden zur Bestimmung des Durchflusses und der Geschwindigkeit in offenen Gerinnen

EN ISO 7887 Wasserbeschaffenheit - Untersuchung und Bestimmung der Färbung

EN 27888 Wasserbeschaffenheit; Bestimmung der elektrischen Leitfähigkeit

DIN 38414-11 Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung; Schlamm und Sedimente (Gruppe S); Probenahme von Sedimenten

DIN 38404-4 Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung; Physikalische und physikalisch-chemische Kenngrößen (Gruppe C); Bestimmung der Temperatur (C 4)

DIN 38402-13 Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung; Allgemeine Angaben (Gruppe A); Probenahme aus Grundwasserleitern (A 13)

ISO 17289 Wasserbeschaffenheit – Bestimmung des gelösten Sauerstoffs – Optisches Sensorverfahren

EN ISO 5667-6 Wasserbeschaffenheit – Probenahme – Teil 6: Anleitung zur Probenahme aus Fließgewässern

ÖNORM M 6258 – Richtlinien für die Probenentnahmetechnik – Probenentnahme von Abwasser

ÖNORM ISO 7150-1 Wasseruntersuchung – Bestimmung von Ammonium – Manuelle spektrophotometrische Methode

DIN EN ISO 6878 Wasserbeschaffenheit – Bestimmung Phosphor – Photometrisches Verfahren mittels Ammoniummolybat.


Das QM System der technischen Gewässeraufsicht

Das Qualitätsmanagementsystem richtet sich nach den Anforderungen der EN ISO 17025 und des österreichischen Akkreditierungsgesetzes. Es berücksichtigt weitere übliche normative Dokumente und Interpretationen verschiedener Institutionen auf dem Gebiet der Akkreditierung wie EA, ILAC und IAF.


Das Managementsystem ist dem Tätigkeitsbereich der Prüfstelle angemessen eingeführt. Es liegt in der Verantwortung der Leitung das System umzusetzen und aufrechtzuerhalten. Das QM System wird nicht als Selbstzweck gesehen, sondern dient dazu, die Leistungen der TGA mit guter Qualität zu erfüllen, die Kundenanforderungen und insbesondere auch die gesetzlichen und behördlichen Anforderungen zu kennen und zu erreichen.


Die Akkreditierung der technischen Gewässeraufsicht als Prüfstelle nach EN 17025 bedeutet auch die Konformität mit den Anforderungen Zertifizierung der Abteilung 8 - Umwelt, Wasser und Naturschutz nach ISO 9001.


Emissions- und Imissionsüberwachung

  • Kontinuierliche Überwachung von Emissionen in Fließgewässer durch mehrere Messanhänger zur Kontrolle von Bescheidauflagen der Behörde.
  • Betreiben des Wasserbereitschaftsdienstes zur Beweissicherung bei Immissionsüberschreitungen, zur Kontrolle von Bescheidauflagen der Behörde und zum Monitoring von Fließgewässern.
  • Betreiben des mobilen Umweltlabors bei Umweltkatastrophen bzw. bei notwendigen Überwachungen, wie z.B. Stauraumspülungen bei Flusskraftwerken, zur Vermeidung von Umweltschäden und zur Beweissicherung im Auftrag der Behörde.
  • Kontrolle verschiedener Einleitungen mittels Nebelprüfgerät zur Beweissicherung im Auftrag der Behörde.


Erhebungen und Sachverständigendienst

  • Messungen der Restwassermengen von Wasserkraftanlagen zur Kontrolle von Bescheidauflagen der Behörde.
  • Erhebungen nach dem Wasserrechtsgesetz, dem Gewässeraufsichtsgesetz, der Klärschlammverordnung, der Trinkwasserverordnung, der Grundwasserschutzverordnung und der Nitratrichtlinie.
  • Erhebungen nach der Abwasseremissionsverordnung

Für alle Prüfungen (Probenahme, Handhabung, Transport, Lagerung, und Vorbereitung der Proben) werden zweckmäßige Methoden und Verfahren verwendet. Vorzugsweise werden internationale Standardverfahren (Normen, DEV) verwendet.


Probenahme

  • Probenahmen von Fließgewässer- und Grundwasserproben für das Gewässermonitoring.
  • Probenahmen von Fischzuchtanlagen, Kläranlagenproben, Betriebsabwässern und Deponiesickerwässer für das Monitoring.
  • Probenahmen von Bergerhoffbecher für das Luftgütemessnetz.
  • Probenahme von Fließgewässer und Grundwasserproben im Rahmen der Gewässerzustandserhebungsverordnung (GZÜV).

Unabhängigkeit, Unparteilichkeit und Integrität (EN ISO 17025 Kapitel:4.1.4, 4.1.5 )

  • Die Mitarbeiter der technischen Gewässeraufsicht sind vereidigte Gewässeraufsichtsorgane. Der örtliche und sachliche Wirkungsbereich umfasst die Aufsicht über Gewässer und Wasseranlagen gem. § 130 lit. c WRG 1959 idgF (§ 1 Abs 2 lit. c Gewässeraufsichtsgesetz 1984) im Bundesland Kärnten.
  • Damit eventuelle Interessenskonflikte für den Kunden erkennbar sind, wird auf die Internetseite www.ktn.gv.at verwiesen.
  • Alle Mitarbeiter sind vertraglich an das Land Kärnten gebunden. Im Dienstvertrag, basierend auf dem Kärntner Dienstrechtsgesetz, ist die finanzielle Abgeltung der Mitarbeiter geregelt. Das Kärntner Dienstrechtsgesetz legt fest, dass die Leitung und die Mitarbeiter frei von kommerziellen und finanziellen Zwängen sind, die sich negativ auf ihre Arbeit auswirken können.
  • Informationen und Eigentum der Auftraggeber werden vertraulich behandelt. Jeder Mitarbeiter ist durch den Dienstvertrag dazu verpflichtet.
  • Die technische Gewässeraufsicht führt keine Tätigkeiten durch, die das Vertrauen in die Kompetenz, Unparteilichkeit, Urteilsvermögen und die Integrität schädigen. Jeder Mitarbeiter ist durch das Kärntner Dienstrechtsgesetz dazu verpflichtet.



Ziele des Qualitätsmanagementsystems

Wesentliche Entscheidungen und Maßnahmen auf dem Gebiet des Umweltschutzes und der Umweltpolitik stützen sich auf Messergebnisse, die durch chemische, physikalische und biologische Analysenverfahren gewonnen werden. Die Anwendung der Analyseverfahren muss unter kontrollierten Bedingungen erfolgen, um die Ergebnisse transparent, vergleichbar, rückführbar und richtig zu ermitteln. Die kontrollierten Bedingungen gelten insbesondere hinsichtlich :

  • Verfahrensauswahl
  • Personelle Voraussetzungen
  • Labor und Umgebungsbedingungen
  • Verfahrensanwendungen
  • Ergebnisauswertung und Ergebnisdarstellung.

Daraus ergibt sich für die technische Gewässeraufsicht die Notwendigkeit für ein qualifiziertes Qualitätsmanagementsystem. Das Qm System ist aus Gründen einer guten Vergleichbarkeit und Transparenz auf einer einheitlichen Grundlage, der En ISO 17025 und dem Akkreditierungsgesetz aufgebaut.

Jeder Mitarbeiter wird durch die Maßnahmen des QM Systems angesprochen seine Arbeitsbedingungen bestmöglich zu nutzen.

Das QM System will durch eine verständliche Sprache, transparente Vorgehensweise und klare Forderungen die Mitarbeiter motivieren die Ergebnisse der technischen Gewässeraufsicht bestmöglich zu erbringen.

Die Ergebnisse der technischen Gewässeraufsicht werden durch die Einhaltung der Anforderungen des QM-Systems glaubwürdig, richtig, vergleichbar und für Anwender nutzbar.

Die Anforderungen zielen darauf ab, dass die Organisation und die technischen Einrichtungen der technischen Gewässeraufsicht dem Stand der Technik entsprechen und den Kunden dadurch glaubwürdige und nachvollziehbare Ergebnisse zur Verfügung stehen.


Die Anwendungsbereiche des QM-Systems beziehen sich auf alle Abläufe der technischen Gewässeraufsicht, sowohl Vorort als auch im Haus. Die Abläufe beinhalten die organisatorischen und technischen Maßnahmen zur Leistungserbringung. Alle Mitarbeiter sind angewiesen die Anforderungen des Qm-Systems in ihrer Arbeit zu berücksichtigen und zu erfüllen.