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Technisches Kraftfahrwesen - Änderungen



Änderungen an Fahrzeugen

Grundsätzliches zu Änderungen am Fahrzeug


1.) Änderungen:


  • dürfen die Verkehrs- und Betriebssicherheit des Fahrzeuges nicht herabsetzen
  • müssen vom Zulassungsbesitzer unverzüglich angezeigt werden


2.) Einige Änderungen sind von der Anzeigepflicht ausgenommen


3.) Bei Standardänderungen regelt der Änderungserlass des Bundesministeriums für Verkehr die Vorgangsweise


4.) Für die Eintragung von Änderungen ist die Vorführung des Fahrzeuges sowie die Vorlage von Nachweisen (Gutachten) erforderlich


5.) Zuständigkeit


  • Eintragungspflichtige Änderungen sind prinzipiell dem Landeshauptmann des Wohnsitzbundeslandes anzuzeigen.
  • In begründeten Einzelfällen kann die Anzeige einer Fahrzeugänderung durch den Zulassungsbesitzer und die Durchführung des weiteren Verfahrens auch bei dem Landeshauptmann erfolgen, in dessen Wirkungsbereich sich das Fahrzeug vorübergehend befindet, wenn

    * sich das Fahrzeug nachweislich vorübergehend in einem anderen Bundesland befindet und bei dieser Gelegenheit dort geändert wurde, oder
    * der Zulassungsbesitzer
    - nachweislich in einem anderen Bundesland arbeitet als er wohnt, oder
    - in einer extremen Randlage eines Bundeslandes seinen Wohnort oder Firmensitz hat, und die Entfernung zu einer Zweigstelle der an sich zuständigen Landesprüfstelle unzumutbar groß im Vergleich zu einer Prüfstelle des benachbarten Bundeslandes ist."



6.) erforderliche Unterlagen


  • Fahrzeugdokument (Typenschein, Datenauszug oder Einzelgenehmigung)
  • eventuell Bestätigung über den sach- und fachgerechten Umbau
  • eventuell Unbedenklichkeitsbestätigung des Fahrzeugherstellers
  • eventuell Gutachten eines Ziviltechnikers oder einer staatlich autorisierten Prüfstelle
  • gegebenenfalls Teilegutachten

Bei allen Änderungen wie zum Beispiel Anbau zusätzlicher Rad/Reifen-Kombinationen, der Anbringung von Spoilern oder von Fahrwerksänderungen werden in der Regel beim Kauf der Produkte Gutachten beigestellt, die eine Grundvoraussetzung für die Eintragung darstellen.


Folgende Punkte sind bei den Gutachten besonders zu beachten:


  • Da der überwiegende Teil derartiger Produkte von deutschen Firmen stammt, sind die mitgelieferten Gutachten meist auf die nationalen deutschen Bestimmungen abgestimmt und berücksichtigen oftmals nicht EG-rechtliche Vorschriften, die in Österreich zur Anwendung kommen.
  • Erkennbar ist dies meist einfach am Verweis auf die, nur in Deutschland geltende StVZO (nicht zu Verwechseln mit der österreichischen StVO).
  • In den Gutachten finden sich nahezu immer Bedingungen, welche einzuhalten sind und somit im Zuge der Eintragung vom Sachverständigen überprüft werden.
  • Es ist daher vorteilhaft diesen Bedingungen bereits beim Kauf bzw. jedenfalls vor der Vorführung des Fahrzeuges bei der Behörde, besondere Beachtung zu schenken, da damit Probleme bei den Genehmigungen vermieden werden können.
  • Das ggst. Fahrzeug hat im Anwendungsbereich des Gutachtens angeführt zu sein.
  • Bei zum Beispiel zwei Änderungen, welche aufeinander Einfluss haben sind jedenfalls die Einzelgutachten vorzulegen. Treten bei der Überprüfung des Fahrzeuges bzw. der Gutachten Bedenken auf, hat der Sachverständige jedoch die Möglichkeit, ein weiteres Gutachten zu verlangen, welches darüber eine Aussage trifft, ob beide Änderungen gemeinsam ebenfalls unbedenklich sind.


Beispiel

Gleichzeitige Änderungen am Fahrwerk (Federn) und den Rädern (Leichtmetallfelgen).

Diese beiden Änderungen haben technisch aufeinander Einfluss. Findet sich nun im Gutachten des Fahrwerks der Hinweis, dass sich das Fahrzeug ansonsten im Serienzustand befinden muss, ist ein zusätzliches Gutachten beizubringen, welches auf beide vorgenommenen Änderungen eingeht und diesbezügliche Aussagen trifft. Wird im Gutachten des Fahrwerks nicht explizit erwähnt, dass auch andere Leichtmetallfelgen verwendet werden dürfen, wird ebenfalls davon ausgegangen, dass sich das Gutachten nur auf ein Fahrzeug bezieht, welches sich ansonsten im Serienzustand befindet.

Bei zwei Änderungen, welche aufeinander Einfluss haben sind jedenfalls die Einzelgutachten vorzulegen. Treten bei der Überprüfung des Fahrzeuges bzw. der Gutachten Bedenken auf, hat der Sachverständige jedoch die Möglichkeit, ein weiteres Gutachten zu verlangen, welches darüber eine Aussage trifft, ob beide Änderungen gemeinsam ebenfalls unbedenklich sind.


Änderungserlass GZ. BMVIT-179.401/0004-IV/ST1/2015

Änderungsliste

Umrüsttabelle


Änderung der Beleuchtungseinrichtungen


Grundsätzlich dürfen nur Leuchten mit EU-Bauartgenehmigung angebracht werden (erkennbar am E-Prüfzeichen)


Eintragungsfrei unter Einhaltung nachstehender Punkte:


  • Die Einbaulage und -position wird nicht verändert
  • Für die Montage gilt: Austausch des gesamten Leuchtenkörper (Gehäuse, Reflektor und Lampe
  • Einhaltung der Anbringungsvorschriften (zu Anzahl, Anbringungshöhe, Abstand der Leuchten etc.). Diese sind in den Einzelrichtlinien geregelt:
    - ECE-R48 für Fahrzeuge der Klassen M,N,O
    - 93/92/EWG für Fahrzeuge der Klassen L
    - 78/933/EWG für lof-Fahrzeuge

Schaltungen oder Einrichtungen, die die Helligkeit des Abblendlichts auf einen für das Abblendlicht unzulässigen Wert absenken (Dimmung), sind nicht erlaubt.


Wenn in der Rückleuchteneinheit kein geprüfter Rückstrahler vorhanden ist (erkennbar am E-Prüfzeichen „I“): Anbringung zusätzlicher, roter, nicht dreieckige Rückstrahler mit E-Prüfzeichen




1.) Umbau auf Gasentladungsscheinwerfer:


  • Es darf nur komplette Leuchteneinheit ausgetauscht werden ( Scheinwerfer muss für Gasentladungsleuchtquellen geeignet sein-erkennbar am Genehmigungszeichen „D“)
  • Vorhandensein einer Scheinwerferreinigungsanlage.
  • Vorhandensein einer automatischen Leuchtweitenregulierung


2.) Entfernen der Seitenblinker


  • Das Entfernen der Seitenblinker ist unzulässig.
  • Es ist jedoch möglich, die in den Kotflügel integrierten Seitenblinker durch, in die Außenspiegel integrierte, seitliche Blinker zu ersetzen. Die Anbauvorschriften sind dabei einzuhalten und die Außenspiegel sowie die eingebauten Blinker benötigen ein Genehmigungszeichen.


3.) „Böser Blick“ - Montage einer Scheinwerferblende:


  • Eintragungspflichtig
  • Erforderliche Unterlagen:
  • Gutachten über die Eignung für den ggst, Fahrzeugtyp
  • Nachweis über den lichttechnischen Einfluss auf die Scheinwerfer, da die, durch EG - und ECE - Richtlinien vorgegebenen Mindestwerte eingehalten werden müssen.



4.) Beleuchtungseinrichtungen, die "gelbes Licht" ausstrahlen:


  • Nicht genehmigungsfähig - Mit der 19. KFG Novelle (Inkrafttreten 01.08.1997) wurde der § 14 KFG 1967 in Annäherung an die EG-Richtlinie dahingehend geändert, dass die Lichtfarbe "GELB" bei Fern-, Abblend- und Begrenzungslicht nicht mehr zulässig ist.


5.) „Angel Eyes“ – Standlichtringe:


Ein nachträglicher Einbau von sogenannten Standlichtringen in eine Scheinwerfereinheit ist nicht möglich!

Es dürfen nur Scheinwerfereinheiten verbaut werden, in denen die sogenannten Standlichtringe vorhanden und geprüft sind (E-Prüfzeichen).



6.) Einbau von „Tagfahrleuchten“:


  • Eintragungsfrei
  • Erkennbar am Genehmigungszeichen „RL“
  • Anbringung: in der Höhe zwischen 250mm und 1500mm und in der Breite nicht mehr als 400mm entfernt vom äußeren Rand des Kraftfahrzeuges. Der Abstand zwischen den sichtbaren leuchtenden Flachen beider Scheinwerfer innen muss mindestens 600 mm betragen.
  • Schaltung: Tagfahrleuchten müssen automatisch eingeschaltet werden, wenn die Einrichtung, die den Motor startet oder ausschaltet, in einer Stellung ist, die es ermöglicht, dass der Motor in Betrieb ist. Die Tagfahrleuchte muss sich zudem automatisch ausschalten, wenn die Scheinwerfer oder Nebelscheinwerfer eingeschaltet werden ( ausgenommen bei Blinksignalen). Sind die Tagfahrleuchten eingeschaltet, dürfen Schluß- und Begrenzungsleuchten nicht mitleuchten.


7.) Sonstige Beleuchtung:


  • Unterbodenbeleuchtung oder Leuchten mit anderen als den o.g. Lichtfarben (z.B. blaue Innenraumbeleuchtung) sind unzulässig, auch wenn diese nur im Stillstand betrieben werden.
  • Zusätzliche Leuchten: Nicht zulässig sofern Stückzahl und Anbringung nicht entsprechend ECE-Regelung Nr.48


8.) Anbauvorschriften:

siehe ECE-Regelung Nr. 48



Änderung der Rad/Reifenkombination

Jede Änderung einer Type einer Rad- und Reifenkombination, die nicht im Genehmigungsdokument des Fahrzeugs angeführt ist, ist grundsätzlich eintragungspflichtig. Dies auch dann, wenn die Dimension bereits genehmigt ist. Bei Verwendung von ORIGINAL-Leichtmetallrädern (vom Fahrzeughersteller) und bereits im Genehmigungsdokument eingetragenen Reifendimensionen, ist eine Eintragung nicht notwendig. Ebenso das Anbringen von nach der ECE Regelung Nr. 124 genehmigten Rädern, die für ihr Fahrzeug geeignet sind, in der Dimension wie im Genehmigungsdokument angegeben.



1.) Mitzubringen sind:


  • Ein Teilegutachten, das einerseits auf die betreffende Fahrzeugtype Bezug nimmt und aus dem hervorgeht, dass das Rad bezüglich Festigkeit den nationalen Vorschriften (sind ident den deutschen Prüfbestimmungen für LM-Räder) entspricht .
  • Fahrzeuggenehmigungsdokument


2.) Folgende Punkte sind besonders zu beachten:

Entsprechend der Vorgaben der Richtlinie 78/549/EWG ist das gesamte Rad (Reifen und Felge) im Bereich 30° vor und 50° nach der Radmittelachse komplett abzudecken.


Die Auflagen aus dem Gutachten sind einzuhalten. Gegebenenfalls ist auch eine Angleichung des Geschwindigkeitsmessers erforderlich.


  • Prüfung der Freigängigkeit der Räder und der Bereifung unter allen auftretenden Betriebsbedingungen
  • Prüfung der Eignung der Reifen hinsichtlich Tragfähigkeit, zulässiger Geschwindigkeit.
  • Bei gleichzeitiger Tieferlegung des Fahrzeuges ist ein Gesamtgutachten einer Prüfstelle, Ziviltechnikers oä. erforderlich (siehe Tieferlegung).


Nichtanzeigepflichtige Änderungen gem. §22a KDV


(1) Als Änderung, die nicht angezeigt werden muss (§ 33 Abs. 1 Kraftfahrgesetz 1967), gilt


1. das Austauschen


a) von im § 2 angeführten Teilen und Ausrüstungsgegenständen gegen solche einer anderen genehmigten (Bmkg.-Ka: zB Austausch-SD!!) oder gemäß § 35 Abs. 4 KFG 1967 (Bmkg.: BM hat ausld. Gen. anzuerk., wenn V.´n erfüllt...) anerkannten Type, die hinsichtlich ihrer Wir-kung mindestens gleichwertig sind und die Fahreigen-schaften oder andere Betriebseigenschaften des FZ nicht verschlechtern;


b) von Rädern und Reifen gegen eine andere als im Typenschein oder im Bescheid über die Einzelge-nehmigung angegebene Dimension oder Art, wenn der Zulassungsbesitzer über den Nachweis verfügt, dass diese Dimension oder Art von Rädern oder Rei-fen bereits in einem Verfahren nach § 32 oder § 33 KFG 1967 als für die Type und Ausführung des Fahrzeuges geeignet erklärt wurde, sofern die in diesem Verfahren vorgeschriebenen Auflagen beim Anbringen dieser Räder oder Reifen eingehalten wurden und dabei keine Änderungen am FZ beim Anbringen der Räder und Reifen erforderlich sind und die fachgerechte Anbringung und die Einhaltung allfälliger Auflagen durch einen gemäß § 57a Abs. 2 KFG 1967 Ermächtigten bestätigt wird; der Nachweis und die Bestätigung sind vom Lenker des Fahrzeuges auf Fahrten mitzuführen;


2. wenn, sofern für sie eine Typengenehmigung vorgesehen ist, sie gemäß § 35 KFG 1967 typengenehmigt sind und wenn sie hinsichtlich ihrer Beschaffenheit und Anbringung den Vorschriften entsprechen, das Anbringen von



a) Scheinwerfern, Leuchten und Rückstrahlern, gemäß § 17 Abs. 1 oder § 20 Abs. 1 KFG 1967 oder auf Grund einer Bewilligung gemäß § 20 Abs. 4 und 5 KFG 1967


b) zusätzlichen Scheinwerferpaaren oder bei einspurigen Krafträdern von einzelnen zusätzlichen Scheinwerfern für Fernlicht, wenn die im § 11 Abs. 1 festgesetzte Lichtstärke nicht überschritten wird.


c) Sicherheitsgurten und andere Rückhalteeinrichtungen für Kinder und erwachsene Personen,


d) einem Paar Tagfahrleuchten an Kraftwagen gemäß § 14 Abs. 2 KFG 1967,


e) je einem gelbroten Rückstrahler gemäß §§ 14 Abs. 5 oder 16 Abs. 2 KFG 1967 vorne an den Längsseiten von Fahrzeugen, für die diese Rückstrahler nicht vorgeschrieben sind,


f) je einem weißen Rückstrahler gemäß § 16 Abs. 2 KFG 1967 vorne am äußersten Rand des Fahrzeuges an Fahrzeugen, für die diese Rückstrahler nicht vorgeschrieben sind,


g) zwei Begrenzungsleuchten gemäß § 16 Abs. 2 KFG 1967 vorne an Anhängern, für die sie nicht vorge-schrieben sind, und hinten seitlich an Anhängern, deren Länge 8 m übersteigt,


h) je zwei Begrenzungsleuchten und Schlußleuchten gemäß § 14 Abs. 7 KFG 1967 am äußersten Rand des Fahrzeuges, mit denen anderen Straßenbenützern dessen größte Breite und Höhe erkennbar gemacht werden kann, an Fahrzeugen, deren größte Breite 2,3 m übersteigt, auch wenn diese Leuchten höher als allgemein vorgeschrieben angebracht sind,


i) zwei zusätzlichen für das Fahrzeug geeigneten Bremsleuchten an den im § 18 Abs. 1 KFG 1967 angeführten Fahrzeugen oder von Bremsleuchten an den im § 18 Abs.2 zweiter Satz KFG 1967 angeführten Fahrzeugen, oder einer Sicherheitsbremsleuchte nach § 14 Abs. 4


j) Fahrtrichtungsanzeigern oder Blinkleuchten gemäß § 19 Abs. 1 KFG 1967 an Fahrzeugen, für die sie nicht vorgeschrieben sind, sowie von Alarmblinkanlagen,


k) gemäß § 22 Abs.4 KFG 1967 bewilligten oder im § 22 Abs. 5 und 6 KFG 1967 angeführten Warnvorrich-tungen,


l) Scheibenfolien (§ 2 Abs. 1 lit. n)


m) Anhängekupplungen, wenn der Zulassungsbesitzer über den Nachweis verfügt, dass für diese Type einer Anhängerkupplung eine Genehmigung nach der RL 94/20/EG, ABl. Nr. L 195, vom 29.7.1994, S 1, vorliegt, aus der hervorgeht, dass diese Anhängekupplung für das in Frage kommende Fahrzeug geeignet erklärt wurde und dieser Nachweis vom Lenker des Fahrzeuges mitgeführt wird,


n) Austauschkatalysatoren, wenn diese dem An-hang XIII der Richtlinie 70/220/EWG, oder der ECE-Regelung Nr. 103, oder hinsichtlich der Fahrzeuge der Klasse L dem Kapitel 5 der Richtlinie 97/24/EG in der Fassung 2005/30/EG entsprechen,


o) einer Vorrichtung, die bei Krafträdern außer Motordreirädern bewirkt, dass auch beim Betätigen der auf das Vorderrad wirkenden Bremsanlage mit der Bremsleuch-te rotes Licht ausgestrahlt wird;


p) Auspuffschalldämpfer einer anderen als im Typenschein oder im Bescheid über die Einzelgenehmigung angegebenen Type, wenn der Zulassungsbesitzer über den Nachweis verfügt , dass diese bereits in einem Verfahren nach § 32, § 33 oder § 35 Abs. 5 KFG 1967 als für die Type des Fahrzeuges, unter Einhaltung der Bestimmungen des § 8, geeignet erklärt wurde,


q) Frontschutzsysteme, die der RL 2005/66/EG entsprechen; der Typgenehmigungsbogen samt Nachtrag ist vom Lenker des Fahrzeuges mitzuführen.

ab 02.09.2006


3. das Anbringen von Anhängevorrichtungen an Personenkraftwagen und Kombinationskraftwagen, wenn bei der Genehmigung der Type des Fahrzeuges eine Ausführung dieser Type, an der eine solche Anhängevorrichtung angebracht ist, genehmigt wurde und wenn deren Anbringung der Ausführung entspricht;


4. die Nachrüstung mit einem Partikelfilter;


5. bei Zugmaschinen, Motorkarren und selbstfahrenden Arbeitsmaschinen der Anbau von fest mit dem Fahrzeug verbundenen Konsolen und Einrichtungen für den Transport und Betrieb von Geräten und zum Anbau von Arbeitsgeräten, die dem Verwendungszweck des Fahrzeuges dienen, z.B. Frontkraftheber, Frontladerkonsolen, Frontzapfwelle, Frontgewichtsträger, Anbauplatten für Geräte, wenn durch den Anbau die Verkehrs- und Betriebssicherheit des Fahrzeuges gewährleistet ist und wenn hierfür der Zulassungsbesitzer über einen Nach-weis des Herstellers bzw. bevollmächtigten Importeurs des Anbauteiles über die Eignung zum Anbau an das Fahrzeug, sowie über den Nachweis über die fachge-rechte Montage durch eine Fachwerkstätte verfügt;


6. eine Änderung in der Einspritzelektronik in Form von Zwischenschaltung eines elektronischen Bauteiles, damit die Eignung zur Verwendung von Ethanol als Kraftstoff hergestellt wird, wenn ein Nachweis, dass dieses Bauteil für das Fahrzeug geeignet ist und durch diesen Bauteil eine Verbesserung des Abgasverhaltens für diese Motorkategorie bewirkt wird sowie eine Bestätigung ei-ner gemäß § 57a KFG ermächtigten Stelle über den fachgerechten Einbau, mitgeführt wird.


7. eine Änderung im


a) Kraftstoffsystem in Form der Zwischenschaltung eines filterähnlichen Bauteils in der Kraftstoffleitung sowie eine Änderung in der Einspritzelektronik in Form der Zwischenschaltung eines elektronischen Bauteils mit dem Zweck der Erhöhung der Brennfreudigkeit bei flüssigen Kraftstoffen, oder


b) Abgassystem in der Form eines Austauschschalldämpfers, sowohl ein Katalysator- als auch ein Partikelfiltermodul beinhaltend, sowie einem Dieselnacheinspritzsystem und einer elektronischen Steuerungs- und Überwachungseinheit mit dem Zweck der Abgasnachbehandlung, sofern für jede Motorenfamilie ein Nachweis eines gegenüber der Europäischen Kommission genannten technischen Dienstes vorliegt, dass durch diese Bauteile eine Verbesserung des Abgasverhaltens bewirkt wird und sofern unter Vorlage des jeweiligen Bescheides der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie, mit dem diese Systeme für zulässig erklärt werden, eine Bestätigung einer für solche Fahrzeuge gemäß § 57a KFG ermächtigten Stelle über den fachgerechten Einbau ausgestellt wurde, welche - wie auch eine Abschrift des Bescheides - mitgeführt wird. Die Einstufung des Abgasverhaltens des Fahrzeuges ist dem jeweiligen Bescheid der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie zu entnehmen;


8. das Anbringen von typengenehmigten Scheibenfolien;


9 .das Anbringen von Nachrüsträdern, die nach der ECE-Regelung Nr. 124 genehmigt worden sind und für das Fahrzeug geeignet sind, in derselben Dimension, die im Genehmigungsdokument angegeben ist, an Fahrzeugen der Klasse M1, N1, O1 und O2.


(2) Bei der Nach- oder Umrüstung eines zum Verkehr zugelassenen Fahrzeuges mit Vorrichtungen zum Antrieb durch Flüssiggas (§ 7 b) oder Erdgas (CNG) (§7d), die nach den Vorgaben der ECE-Regelung Nr. 115 erfolgt ist, handelt es sich um eine anzeigepflichtige Änderung und nicht um eine Änderung, die wesentliche technische Merkmale des FZés betrifft (§ 33 Abs. 2 KFG 1967).


(3) Wenn wegen Änderungen am Fahrgestell oder am Aufbau ein Gutachten gemäß § 33 Abs. 4 KFG 1967 eingeholt wird, kann die Beibringung eines Befundes im Sinne des § 20 Abs. 5 angeordnet werden.


(4) Auf Antrag des Herstellers einer Type eines Fahrzeuges oder des Herstellers von Luftleiteinrichtungen (Spoilern) oder dessen gemäß § 29 Abs. 2 KFG 1967 Bevollmächtigten kann der Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie einen Bescheid gemäß § 33 Abs. 1 Z 3 KFG 1967 erlassen; vor der Entscheidung über diesen Antrag hat der Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie ein Gutachten eines gemäß § 124 KFG 1967 bestellten Sachverständigen über die Eignung solcher Teile, Ausrüs-tungsgegenstände oder Vorrichtungen darüber einzuholen, ob diese für die Type und Ausführung des Fahrzeuges geeignet sind.

Der Bescheid hat gegebenenfalls Auflagen und Bedingungen zur Sicherstellung der Verkehrs- und Betriebssicherheit sowie der Vorschriftsmäßigkeit der abgeänderten Fahrzeuge zu enthalten.



Kosten

Kosten und Gebühren bei Änderungen an Fahrzeugen


Kosten gem. Bundesverwaltungsabgabenverordnung TP 299

z.B.: Kraftwagen: € 26,00 pro angezeigter Änderung (maximal € 78,00)


Einfach zahlen durch Bankeinzug



Die Einzugsermächtigung macht Ihnen die Bezahlung von Gebühren (Feste Gebühr, Verwaltungsabgabe,...) einfach und Sie haben viele Vorteile:


  • Entfall des mühsamen Weges zu Bank oder Postamt
  • kein Zahlscheinentgelt, das Sie bei einer Bareinzahlung zahlen müssten
  • Sie brauchen nicht darauf achten, wann die Rechnung fällig wird, um rechtzeitig per Erlagschein
  • einzuzahlen
  • die Abbuchung von Ihrem Konto erfolgt vollkommen automatisch
  • keine Mahnungen, und daher keine Mahnkosten



Ganz wichtig: Ein Widerruf der Einzugsermächtigung ist jederzeit formlos möglich!



Zuständigkeit/Anfragen: Fr. Felicitas NAGELE oder Fr. Daniela ORLITSCH,

Tel.Nr. 050 536 17278 od. 17276

EMail: abt7.kfz@ktn.gv.at

Fax: 05 0536 17260




Prüfstellen


Klagenfurt

Amt der Kärntner Landesregierung

Heizhausgasse 37, 9020 Klagenfurt am Wörthersee


Montag bis Donnerstag

von 8.00 bis 12.00 Uhr

(Anmeldung bis 11.30 Uhr)

Freitag, ausg. 1. Freitag im Monat

von 8.00 bis 12.00 Uhr

(Anmeldung bis 11.30 Uhr)