Details

Sondertransporte

Antragstellung, Fristen, Kosten


Ihre AnsprechpartnerInnen für den Bereich Sondertransporte:


Stefan DOVJAK, +43 50 536-17063

Karin MIESSENBÖCK, +43 50 536-17061

Susanne OBWEGER, +43 50 536-17064

Manuela SARAO, +43 50 536-17062


abt7.sondertransporte@ktn.gv.at



Allgemeines


Die Abteilung 7 - Wirtschaft, Tourismus, Infrastruktur und Mobilität ist für die Erteilung der nachfolgend angeführten kraftfahrrechtlichen Bewilligungen für Fahrten auf Straßen mit öffentlichem Verkehr zuständig, wenn die Abmessungen oder Gesamtgewichte oder Achslasten dieser Fahrzeuge die im Kraftfahrrechtgesetz (KFG 1967) festgesetzten Höchstgrenzen überschreiten.
Diese Bewilligungen dürfen grundsätzlich nur für bestimmte Straßenzüge erteilt werden. Vor der Erteilung der Bewilligung sind die Straßenerhalter zu hören, denen die Erhaltung der in Betracht kommenden Straßenzüge obliegt. Diese Bewilligungen dürfen nur nach den Erfordernissen der Verkehrs- und Betriebssicherheit, unter den entsprechenden Auflagen oder zeitlichen, örtlichen und sachlichen Einschränkungen der Gültigkeit erteilt werden.


Welche Arten von Bewilligungen gibt es?


§ 39 KFG 1967 "Eingeschränkte Zulassung"

Fahrzeuge, die unter der Bedingung genehmigt wurden, dass sie nur auf bestimmten Arten von Straßen verwendet werden, dürfen nur für bestimmte Straßenzüge dieser Art (Routen) zugelassen werden (z.B. Selbstfahrende Arbeitsmaschinen wie Autokräne, Mähdrescher, Schneepflüge etc. aufgrund der Breite bzw. des Gesamtgewichtes des Fahrzeuges).
Diese Bewilligung kann für mehrere Bundesländer erteilt werden, jedoch liegt die Zuständigkeit beim Landeshauptmann von Kärnten, wenn das Fahrzeug in Kärnten zugelassen ist.

§ 45 KFG 1967 "Probefahrten"

Probefahrten sind Fahrten zur Feststellung der Gebrauchsfähigkeit oder der Leistungsfähigkeit von Fahrzeugen oder ihrer Teile oder Ausrüstungsgegenstände oder Fahrten, um Fahrzeuge vorzuführen.
Als Probefahrten gelten auch
1. Fahrten zur Überführung eines Fahrzeuges an einen anderen Ort im Rahmen des Geschäftsbetriebes,
2. Fahrten zur Überführung des Fahrzeuges durch den Käufer bei der Abholung des Fahrzeuges vom Verkäufer, und
3. Fahrten zum Ort der Begutachtung oder Überprüfung des Fahrzeuges nach dem III. und V. Abschnitt und
4. das Überlassen des Fahrzeuges mit einem höchsten zulässigen Gesamtgewicht von nicht mehr als ≤ 3.500 kg an einen
Kaufinteressenten für die Dauer von bis zu maximal 72 Stunden, wobei auch Fahrtunterbrechungen zulässig sind.
Die Abteilung 7 ist nur für die Erteilung der Probefahrtbewilligungen von Fahrzeugen, welche die Höchstgrenzen der Abmessungen oder Gesamtgewichte oder Achslasten entsprechend Kraftfahrrecht (KFG 1967) überschreiten, zuständig.
Diese Bewilligung kann für mehrere Bundesländer erteilt werden, jedoch liegt die Zuständigkeit beim Landeshauptmann von Kärnten, wenn die Probefahrten in Kärnten durchgeführt werden sollen bzw. hier ihren Ursprung nehmen.

§ 46 KFG 1967 "Überstellungsfahrten"

Mit dieser Bewilligung ist es gewährleistet, dass Fahrzeuge vorübergehend auf Straßen mit öffentlichem Verkehr verwendet werden können, um diese an einen anderen Ort überstellen zu können.
Die Abteilung 7 ist nur für die Erteilung der Bewilligungen von Überstellungsfahrten von Fahrzeugen, welche die Höchstgrenzen der Abmessungen oder Gesamtgewichte oder Achslasten entsprechend Kraftfahrrecht (KFG 1967) überschreiten, zuständig.
Diese Bewilligung wird nur für eine einmalige Fahrt innerhalb eines Zeitraumes von höchstens drei Wochen erteilt.
Diese Bewilligung kann für mehrere Bundesländer erteilt werden, jedoch liegt die Zuständigkeit beim Landeshauptmann von Kärnten, wenn die Überstellungsfahrt in Kärnten durchgeführt werden sollen bzw. hier ihren Ursprung nimmt.

§ 101 Abs. 5 KFG 1967 „Überschreitung von Abmessungen oder Gewichten aufgrund einer Beladung“

Werden bei Fahrten die gesetzlich festgelegten Abmessungen oder Gewichte aufgrund einer Beladung überschritten oder handelt es sich um eine Langgutfuhre, bei denen die Länge des Kraftfahrzeuges oder des letzten Anhängers samt der Ladung mehr als 16 m beträgt, so ist eine „Transportbewilligung“ gemäß § 101 Abs. 5 KFG 1967 erforderlich.

§ 104 Abs. 7 KFG 1967 "Nicht zum Verkehr zugelassene Anhänger"

Dazu zählen z.B. Turmdrehkräne, Kompressoren, Abschleppbrillen, Fuhrwerke und sonstige Geräte.
Diese Bewilligung kann nur für bestimmte Straßenzüge in Kärnten erteilt werden.

§ 104 Abs. 9 KFG 1967 „Überschreitung von Gesamtgewicht und/ oder der größten Länge“

Werden durch das Ziehen von Anhängern oder dem Verwenden von Sattelkraftfahrzeugen, die für die Summe der Gesamtgewichte und/ oder die für die größte Länge festgesetzten Höchstgrenzen überschritten, ist eine Transportbewilligung gemäß § 104 Abs. 9 KFG 1967 erforderlich.

§ 105 KFG 1967 "Abschleppen"

Fahrzeuge, die nur für bestimmte Straßenzüge zugelassen sind, dürfen nur auf diesen Straßenzügen abgeschleppt werden; für das Abschleppen solcher Fahrzeuge auf anderen Straßenzügen und für das Abschleppen von nicht zugelassenen Fahrzeugen, deren Abmessungen oder Gesamtgewichte oder Achslasten die festgesetzten Höchstgrenzen überschreiten.
Diese Bewilligung kann nur für bestimmte Straßenzüge in Kärnten erteilt werden.

§ 82 KFG 1967 "Verwendung von Kraftfahrzeugen und Anhängern mit ausländischen Kennzeichen"


Dazu zählen in erster Linie selbstfahrende Arbeitsmaschinen wie Autokräne etc.
Das Verwenden solcher Fahrzeuge, bei denen Abmessungen, Gesamtgewichte und/ oder Achslasten die festgesetzten Höchstgrenzen überschritten werden, ist dann zulässig, wenn vom Standpunkt der Verkehrs- und Betriebssicherheit keine Bedenken bestehen.
Diese Bewilligung kann für mehrere Bundesländer erteilt werden, jedoch liegt die Zuständigkeit beim Landeshauptmann von Kärnten, wenn die Fahrt(en) in dessen örtlichem Wirkungsbereich durchgeführt werden oder das Fahrzeug über Kärnten in das Bundesgebiet eingebracht wird.


Wie wird eine Transportbewilligung beantragt?


Neue Webseite für Sondertransporte mit allen Detailinformationen.


Welche Fristen sind zu beachten?


Die Antragstellung soll spätestens zwei Wochen vor Fahrtantritt erfolgen. Die Bearbeitungsdauer ist abhängig vom Umfang des erforderlichen Ermittlungsverfahrens. Bei der Befahrung von Brücken oder wenn aufgrund von Fahrten durch mehr als ein Bundesland Stellungnahmen anderer Landesregierungen einzuholen sind, ist mit einer längeren Bearbeitungsdauer zu rechnen.


Was kostet eine Bewilligung?


Die Kosten einer Bewilligung hängen von mehreren Faktoren ab, unter anderem von der Anzahl der Fahrten, der Anzahl der betroffenen Bundesländer sowie die Art des Transportes.

Es ist eine Eingabe in der Höhe von € 14,30 pro Bewilligung und pro Beilage € 3,90 zu entrichten. Die Verwaltungsabgabe für die Transportbewilligung reicht von € 21,80 bis € 652,00.

Folgende Zahlungsmodalitäten werden angeboten:



  • Abbuchungsauftrag (Download)
  • Überweisung per e-banking unter:
    Internet-banking: (im Zahlschein angeführte GF-Nummer)
    IBAN-Code: AT065200000001150014
    SWIFT/BIC-Code: HAABAT2K
    Bank: HYPO-ALPE-ADRIA-BANK, Klagenfurt
  • Einzahlung mittels Zahlschein


  • Wer ist für die Erteilung der Transportbewilligung zuständig?

    Fahrzeuge mit inländischem Kennzeichen: Der Antrag ist beim Landeshauptmann von Kärnten einzubringen, wenn die Fahrzeuge den dauernden Standort in Kärnten haben, die bewilligungspflichtige Fahrt in Kärnten beginnt bzw. die Einreise nach Österreich in Kärnten erfolgt. Der Ziel- bzw. Entladeort ist für die Antragstellung nicht ausschlaggebend.

    Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen:
    Der Antrag ist beim Landeshauptmann von Kärnten einzubringen, wenn die Fahrzeuge in das Bundesgebiet in Kärnten eingebracht werden oder wenn die Fahrt mit dem überdimensionalen bzw. überschweren Fahrzeug in Kärnten beginnt.