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Verkehrssicherheit

Plakatständer, Schutzwege, Transparente

Road Safety Audit


Das Road Safety Audit (RSA) ist ein standardisiertes Verfahren, bei dem Sicherheitsexperten bereits bei der Planung von Straßen potenzielle Probleme aufzeigen. Eine Korrektur ist auf diese Weise bereits in der Planungsphase möglich. Dadurch wird die Verkehrssicherheit von Anfang an verbessert, nachträgliche und kostenintensive Umbauarbeiten werden vermieden. Voraussicht entlastet also auch das Staatsbudget: Der volkswirtschaftliche Nutzen dieses Instrumentes ist rund 50 Mal höher als die Kosten für die Durchführung der Audits.


Das Road Safety Audit wird in Österreich derzeit nur auf Bundesstraßen durchgeführt;die Entscheidung darüber liegt beim Straßenerhalter. Das Österreichische Verkehrssicherheitsprogramm hat sich aber zum Ziel gesetzt, mittelfristig eine verpflichtende Sicherheitsprüfung sowohl bei neuen als auch beim Umbau bestehender Straßen einzuführen.

Erste positive Erfahrungen aus Pilotuntersuchungen wurden im hochrangigen Straßennetz im Auftrag der ASFINAG bereits gesammelt.


Im Road Safety Audit ist ein breite Palette von Untersuchungen vorgesehen:

• Begutachtung der Streckencharakteristik Räumliche Linienführung, Knotenpunkte, Leistungsfähigkeit, Auswirkungen auf das angrenzende Straßennetz, Straßenanlageverhältnisse

• Überprüfung der Sichtweiten (Anhaltesichtweite, Überholsichtweite, Knotensichtweiten) unter Berücksichtigung der Lichtverhältnisse, Witterung, Bepflanzung

• Sicherheitsbeurteilung aller betroffenen Verkehrsteilnehmer insbesondere die Führung von schwachen Verkehrsteilnehmern (Fußgänger, Radfahrer, Mopedfahrer)

• Begutachtung von Wegweisung, Verkehrszeichen, Bodenmarkierung




Road Safety Inspection

Ähnlich wie beim Road Safety Audit für Straßenneu- und –umbauten werden bei der Road Safety Inspection (RSI) für das bestehende Straßennetz und dessen Straßenumfeld verkehrssicherheitstechnische, wahrnehmungsphysiologische und psychologische Bestandsprüfungen für einen Abschnitt einer Straße nach den Grundsätzen der Qualitätssicherung zur Ausschaltung bestehender nachweislicher Unfallrisiken und Unfallgefahren durchgeführt (mit standardisierten Überprüfungen potenzielle Sicherheitsmängel erfasst). Mit entsprechenden Maßnahmen sollen Defizite beseitigt werden, noch bevor Unfallhäufungen entstehen.

Im Laufe der Zeit verändert sich aber nicht nur die Verkehrsinfrastruktur (z.B. Veränderungen in der Griffigkeit und in den Markierungen), sondern auch das Straßenumfeld – etwa wenn der Bewuchs sich ausbreitet oder neue Gebäude entstehen. Und natürlich entwickelt sich auch die Verkehrstechnik weiter.

Eine RSI sollte deshalb in periodischen Abständen durchgeführt werden, um die veränderten Rahmenbedingungen berücksichtigen zu können. Nach dem derzeitigen Wissensstand ist auf dem hochrangigen Straßennetz eine Überprüfung im Abstand von fünf Jahren erforderlich, im untergeordneten Netz verkürzt sich diese Zeitspanne.

Die Abteilung 7- Wirtschaftsrecht und Infrastruktur führt bereits seit geraumer Zeit im Landesstraßennetz L und B diese Art von Sicherheitsüberprüfungen durch.


Spezielles Augenmerk wird dabei gerichtet auf:

• Beseitigung von Beeinträchtigungen in den erforderlichen Sichtfeldern, Verbesserung von Bodenmarkierungen und Verkehrsleiteinrichtungen.

• Überprüfung von Informationsdichte (Informationsüberforderung), zeitliche Abfolge der Gefahrenerkennung und Gefahrenkognition

• Begutachtung des Fahrbahnzustandes und der daraus möglichen Gefahrenquellen für den Verkehrsteilnehmer, Kollisionsmechanische Gefährdung im Straßenraum.


Verkehrszeichen


Sie stehen an jeder Ecke und sorgen für die Sicherheit des Straßenverkehrs: Geschwindigkeitsbegrenzungen, Vorfahrtsregelungen, Hinweistafeln oder . . . - sie alle sind dazu da, Gefahren abzuwehren, Schäden zu verhindern oder den Weg zu weisen.


Ist die rechtliche Situation bei der Aufstellung von Verkehrszeichen eindeutig definiert, kommt es bei den vielfach geäußerten Wünschen nach Hinweistafeln zu Sehenswürdigkeiten, zu kulinarischen und touristischen Zielen oder bei Werbetafeln immer wieder zu Diskussionen.

Oberstes Ziel ist es für uns, den Autofahrer nicht zu überfordern oder abzulenken.

Steher mit mehreren Hinweisen zu Ortschaften, Gasthöfen, Hotels Gewerbebetrieben und Ausflugszielen bilden für den Lenker eine Reizüberflutung, bei der nicht mehr selektiert werden kann und die im Endeffekt nichts bringen.


Werbeaufdrucke an den Rückseiten von Verkehrszeichen werden in Kärnten generell aus verschiedenen Gründen (Naturschutzgesetz, Verkehrssicherheit) nicht genehmigt.





Verkehrssicherheitsprogramm Kärnten
Richtlinien für das Aufstellen von Plakatständern
Richtline für Schutzwege
Richtlinien zur Feststellung von Haltestellen des Öffentlichen Personennahverkehrs

Leitfaden - Errichtung und Betrieb von visuellen, selbstleuchtenden Informationsträgern für verkehrsfremde Zwecke (VIT)