Details

Schiffszulassung - Binnenschifffahrt






Zulassungspflicht (§§ 99 ff, SchFG):

Grundsätzlich bedarf jedes Fahrzeug auf öffentlichen fließenden Gewässern sowie auf den in der Anlage zum Schifffahrtsgesetz angeführten öffentlichen und privaten Gewässern einer Zulassung durch die Schifffahrtsbehörde. Auf sonstigen schiffbaren Privatgewässern gilt dies nur für Fahrzeuge, die der gewerbsmäßigen Schifffahrt, der Vermietung oder Schulungszwecken dienen.

Von der Zulassungspflicht ausgenommen, sind unter anderem:

  • Ruderfahrzeuge mit einer Länge des Schiffskörpers bis zu 20 m;
  • Segelfahrzeuge mit einer Länge des Schiffskörpers bis zu 10 m;
  • Segelfahrzeuge ohne Aufbauten und Wohneinrichtungen mit einer Länge des Schiffskörpers bis zu 15 m;
  • Motorfahrzeuge, die ausschließlich mit einem durch Akkumulatoren gespeisten elektrischen Maschinenantrieb mit einer Antriebsleistung von weniger als 4,4 kW (entspricht 6 PS) ausgestattet sind.


  • Antragstellung und Zulassung:


    Der Antrag auf Schiffszulassung ist vollständig auszufüllen und mit sämtlichen erforderlichen Original-Beilagen dem Landeshauptmann als Schifffahrtsbehörde zu übermitteln.

    Beilagen:
    Nachweis(e) über die Verfügungsberechtigung für Boot und Motor. In der Regel sind dies Kaufverträge inklusive Zahlungsbestätigung oder saldierte Rechnungen, die sowohl das Fahrzeug als auch den Motor eindeutig identifizieren (Angabe der Seriennummern für Schale und Motor). Bei Leasing-Fahrzeugen muss der Leasinggeber schriftlich erklären, dass der Leasingnehmer über das konkretisierte Leasingobjekt (Seriennummern des Bootskörpers und des Motors) uneingeschränkt verfügungsberechtigt ist und keinen Anspruch auf die behördliche Zulassung erhebt.

    Sportboote nach der Sportbooteverordnung 2015 - SpBV 2015, die nach dem 16. Juni 1998 im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) in Verkehr gebracht wurden, müssen CE-gekennzeichnet sein. Der Händler hat dem Käufer die vom Hersteller des Fahrzeuges ausgestellte Übereinstimmungserklärung mit Bezug auf das Einzelprodukt (Seriennummer der Bootsschale), sowie das Handbuch für den Eigner in deutscher Sprache spätestens bei der Übernahme des Fahrzeuges auszuhändigen (gilt bei Fahrzeugen mit Außenbord-Motor sinngemäß auch für den Motor). Weiters hat der Händler ein Datenblatt über Fahrzeug und Motor(e) auszufüllen und firmenmäßig zu zeichnen. Alle diese Unterlagen sind der Zulassungsbehörde bei der Anmeldung vorzulegen.

    Wichtiger Hinweis:
    Bitte beachten Sie - insbesondere bei Ihrer Urlaubsplanung, dass nach Vorliegen sämtlicher erforderlicher Unterlagen die Ausstellung einer Zulassungsurkunde in den Sommermonaten noch zwei Wochen Zeit in Anspruch nehmen kann!





    Technische Überprüfung:

    Eine technische Überprüfung dient vor allem der Feststellung der Fahrtauglichkeit eines Fahrzeuges und ist durchzuführen:

    - vor der erstmaligen Zulassung eines Fahrzeuges,
    - in regelmäßigen Zeitabständen nach der Zulassung,
    - nach Vollendung von Reparaturen oder Umbauten am Fahrzeug, welche wesentliche technischen Änderungen zur Folge haben sowie
    - über Anordnung der Behörde, wenn der Verdacht besteht, dass ein Fahrzeug nicht mehr fahrtauglich ist.

    Wichtiger Hinweis:
    Nach Antragstellung werden Sie schriftlich zur technischen Fahrzeugüberprüfung geladen. - Bitte haben Sie Verständnis, dass vor allem in den Sommermonaten die Terminresourcen knapp sind und eine individuelle Terminvereinbarung nicht möglich ist. Achten Sie auf eine frühzeitige Antragstellung.


    Ablauf der Zulassung, Nachüberprüfung:

    Die Zulassung eines Fahrzeuges wird befristet nach dem Ergebnis der technischen Überprüfung ausgestellt. Wenn sie für das Fahrzeug und ggf. für den Außenbord-Motor Übereinstimmungserklärungen des Herstellers vorlegen, entfällt die Überprüfung bei der erstmaligen Zulassung. In diesem Fall wird die Zulassung auf zehn Jahre nach dem Baujahr befristet.

    Die Zulassungsurkunde ist stets im Original an Bord mitzuführen!
    Eine Verlängerung der Zulassung kann nur erfolgen, wenn vor Ablauf der Zulassung durch die Behörde eine wiederkehrende Überprüfung durchgeführt wurde und diese ein positives Ergebnis brachte. Dies kann bei allfälligen Gesetzesänderungen entscheidend sein, da Übergangsbestimmungen meist nur für aufrecht bestehende Zulassungen gelten, nicht jedoch für Neuzulassungen. Achten Sie daher auf eine rechtzeitige Antragstellung.

    Der Verfügungsberechtigte eines Fahrzeuges ist im Falle des Erlöschens oder Widerrufes der Zulassung verpflichtet, das amtliche Kennzeichen unverzüglich vom Fahrzeug zu entfernen sowie binnen zwei Wochen die Original-Zulassungsurkunde der Behörde zurückzustellen.



    Formulare


    Da aus rechtlichen Gründen Ihre Original-Unterschrift erforderlich ist, drucken Sie bitte Ihr gewünschtes Formular aus, füllen es vollständig aus und senden es samt den erforderlichen Beilagen im Original an den Landeshauptmann von Kärnten als Schifffahrtsbehörde Amt der Kärntner Landesregierung Abteilung 7- Wirtschaft, Tourismus und Mobilität Unterabteilung Verkehrsrecht und Verkehrsunternehmen, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Mießtaler Straße 1.



    Schiffszulassung für die Binnenschifffahrt (Intern. Zulassungsurkunde)


    Antrag auf Schiffszulassung für die Binnenschifffahrt


    Datenblatt für die Schiffszulassung



    Zurücklegung einer Binnen-Schiffszulassung


    Abmeldung Binnen-Schiffszulassung