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Luftfahrt - Außenlandungen und Außenabflüge

Außenlandungen und Außenabflüge
Außenlande- und Außenabflugbewilligung gemäß § 9 Abs 2 und Abs 2a (neu!) LFG

ACHTUNG: Änderung des LFG, BGBl Nr. 253/1957 durch das Bundesgesetz BGBl I Nr. 61/2015 (Inkraft getreten mit 12.08.2016).

Allgemeine Information

Grundsätzlich dürfen zum Abflug und zur Landung von Luftfahrzeugen nur Flugplätze benutzt werden.
Abflüge und Landungen von Luftfahrzeugen außerhalb eines Flugplatzes dürfen nur mit Bewilligung des Landeshauptmannes durchgeführt werden.

Keine Bewilligungspflicht besteht




  • für unvorhergesehene, aus Sicherheitsgründen erforderliche oder durch Mangel an Triebkraft oder Auftriebskraft erzwungene Außenlandungen (Notlandungen) und für der Eigenrettung dienende Fallschirmabsprünge,

  • für Landungen und Abflüge im Zuge von Rettungs- oder Katastropheneinsätzen, von Einsätzen des Entminungsdienstes sowie bei Unfalluntersuchungen gemäß § 137,

  • für Außenlandungen von Segelflugzeugen und Freiballonen,

  • für Außenabflüge und Außenlandungen von Hänge- oder Paragleitern,

  • für Außenlandungen von Fallschirmen außerhalb von dicht besiedeltem Gebiet sowie

  • für Außenabflüge von Freiballonen außerhalb von dicht besiedeltem Gebiet.
  • Dicht besiedeltes Gebiet ist im Zusammenhang mit einer Stadt oder Siedlung ein Bereich, der im Wesentlichen für Wohn-, gewerbliche oder Erholungszwecke genutzt wird.

    Die Bewilligung ist immer zu befristen und kann zur Wahrung von öffentlichen Interessen Bedingungen und Auflagen enthalten. In Kärnten wird die Befristung derzeit mit maximal 2 Jahren festgelegt.


    Voraussetzungen für die Erteilung der Bewilligung


    Die Bewilligung ist zu erteilen, wenn öffentliche Interessen nicht entgegenstehen oder ein am Außenabflug oder an der Außenlandung bestehendes öffentliches Interesse ein allenfalls entgegenstehendes öffentliches Interesse überwiegt.


    Anträge (Angaben und Nachweise)

    Dem Antrag auf Bewilligung müssen folgende Nachweise/Dokumente/Angaben beigelegt werden:



    • Anträge sind durch den Halter oder Piloten des Luftfahrzeuges zu stellen. Die Halterschaft ist der Behörde nachzuweisen.
    • Zweck der Landung/des Abfluges (Einsatzart)
    • im Antrag die Örtlichkeit für die beabsichtigte Außenlandung/Außenabflug, wenn möglich, konkret bekanntzugeben (Grundstück-Nr., KG, Gemeinde) -> Antrag gem. § 9 Abs 2 des LFG
      Wenn die Bekanntgabe einer Landefläche im Vorhinein auf Grund der Einsatzart nicht möglich ist, ist der örtliche Bereich, der für die Außenlandung/Außenabflug in Betracht kommt möglichst konkret zu benennen. Sollte auch dies nicht möglich sein, kann der Antrag für das ganze Bundesland gestellt werden. -> Antrag gem. § 9 Abs 2a des LFG

    • Datum oder Zeitraum
    • Anzahl der geplanten Außenlandungen/Außenabflüge
    • Pilot Name (inklusive Ausstellungsbehörde und Nummer des Pilotenscheines) oder lt. OM (bei gewerblichen Luftverkehrsunternehmen)
    • Type und Kennzeichen der/des Luftfahrzeuge/s oder lt. AOC bzw. anderen Berechtigungen
    • Zustimmung der Standortgemeinde

    • Es wird darauf hingewiesen, dass die Abwicklung des Behördenverfahrens eine bestimmte Zeit in Anspruch nimmt und der Antrag daher zeitgerecht bei der Behörde einzubringen ist.


      Zusätzliche Information

      Zusätzlich zur Bewilligung der Behörde ist die Zustimmung des Grundeigentümers bzw. des Verfügungsberechtigten zur Benützung für die geplante Außenlandung/Außenstart erforderlich.

      Zur Beschleunigung des Verfahrens wird um die Übermittlung der Zustimmung der Standortgemeinde und des Grundeigentümers/Verfügungsberechtigten ersucht.

      Verfahrenskosten (pro beantragten Außenlande/Startplatz)

      die Bewilligung wird je beantragten Außenlande/startplatz erteilt, nach der Anzahl der beantragten Außenlande/startplätze richten sich auch die Verfahrenskosten, das sind:

      Feste Gebühren nach dem Gebührengesetz 1957:



      • Antragsgebühr: € 14,30
      • Gebühren für Beilagen:

        • € 3,90 pro Beilage (max. 4 beschriebene Seiten)
        • 1 Plan bis Größe A3 € 3,90
        • 1 Plan größer als A3 € 7,80

        • Verwaltungsabgabe nach der Bundesverwaltungsabgabenverordnung 1983 (TP 382):