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Luftfahrthindernisse

Luftfahrthindernisse
Luftfahrthindernisse gemäß § 85 und §§ 91 ff LFG



Allgemeine Information

Ein Luftfahrthindernis außerhalb von Sicherheitszonen (§ 85 Abs. 2 und 3) darf nur mit Bewilligung des Landeshauptmannes errichtet, abgeändert oder erweitert werden (Ausnahmebewilligung).

Für Luftfahrthindernisse, die innerhalb der Sicherheitszone des Flughafens Klagenfurt errichtet werden, ist das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie zuständig.

Luftfahrthindernisse außerhalb von Sicherheitszonen sind Bauten oberhalb der Erdoberfläche, Bäume, Sträucher, verspannte Seile und Drähte, Kräne sowie aus der umgebenden Landschaft herausragende Bodenerhebungen, wenn ihre Höhe über der Erdoberfläche



  • 100 m übersteigt oder
  • 30 m übersteigt und sich das Objekt auf einer natürlichen oder künstlichen Bodenerhebung befindet, die mehr als 100 m aus der umgebenden Landschaft herausragt; in einem Umkreis von 10 km um den Flugplatzbezugspunkt (§ 88 Abs. 2) gilt dabei als Höhe der umgebenden Landschaft die Höhe des Flugplatzbezugspunktes.

  • Seil- oder Drahtverspannungen sind weiters außerhalb von Sicherheitszonen Luftfahrthindernisse, wenn die Höhe dieser Anlagen die Erdoberfläche und die sie umgebenden natürlichen oder künstlichen Hindernisse um mindestens 10 m überragt und es sich um Anlagen handelt, die eine Autobahn- oder Schnellstraße überqueren.


    Voraussetzungen für die Erteilung der Bewilligung


    Eine Ausnahmebewilligung ist mit Bescheid zu erteilen, wenn durch die Errichtung, Abänderung oder Erweiterung des Luftfahrthindernisses die Sicherheit der Luftfahrt nicht beeinträchtigt wird. Sie ist insoweit bedingt, befristet oder mit Auflagen zu erteilen, als dies im Interesse der Sicherheit der Luftfahrt oder zum Schutze der Allgemeinheit erforderlich ist, wobei insbesondere die Art und Weise der allenfalls erforderlichen Kennzeichnung des Luftfahrthindernisses festzulegen ist.


    Anträge (Angaben und Nachweise)

    Im Antrag auf Erteilung der Ausnahmebewilligung für ein Luftfahrthindernis sind die Lage, die Art und Beschaffenheit sowie der Zweck des Luftfahrthindernisses anzugeben und die dazu erforderlichen Unterlagen anzuschließen.
    Welche Unterlagen erforderlich sind, hängt von der Art des Luftfahrthindernisses ab und ist im Einzelnen mit der Luftfahrtbehörde abzustimmen.

    Kontakt:
    Johanna Felsberger
    Tel.: +43 (0) 50536 – 17067
    Mobil: + 43 (0)664 80536 17067
    Fax: +43 (0) 50536 - 17000
    E-Mail: johanna.felsberger@ktn.gv.at

    AMT DER KÄRNTNER LANDESREGIERUNG
    Abteilung 7 – Kompetenzzentrum Wirtschaftsrecht und Infrastruktur
    A07 Eisenbahn-, Seilbahn- u. Luftfahrtrecht
    9020 Klagenfurt am Wörthersee, Mießtalerstraße 1


    Zusätzliche Information


    Die Ausnahmebewilligung erlischt, wenn mit der Errichtung, der Abänderung oder der Erweiterung des Luftfahrthindernisses nicht binnen zwei Jahren ab Eintritt der Rechtskraft der Ausnahmebewilligung begonnen wird.
    Wird der Betrieb des Luftfahrthindernisses nicht binnen einem Jahr nach der Errichtung, der Abänderung oder Erweiterung aufgenommen oder ruht er länger als zwei Jahre, dann kann die zuständige Behörde aus Gründen der Sicherheit der Luftfahrt die Ausnahmebewilligung widerrufen und dem Eigentümer die Entfernung des Luftfahrthindernisses auf seine Kosten anordnen.
    Der Betreiber des Luftfahrthindernisses hat der zuständigen Behörde die Nichtaufnahme oder das Ruhen des Betriebes anzuzeigen.

    Der Eigentümer des Luftfahrthindernisses ist auch für die laufende Instandhaltung der Kennzeichnung verantwortlich.

    Der Antragsteller ist zur Meldung von Änderungen betreffend Status des Luftfahrthindernisses (Neuerrichtung begonnen, Neuerrichtung beendet, Änderung geplant, Änderung begonnen, Änderung beendet, Abriss geplant, Abriss begonnen, Abriss beendet) an die Luftfahrtbehörde verpflichtet.
    Es ist hierfür die aktuelle Version des Formulars, welches der letztgültigen Datenproduktspezifikation für Luftfahrthindernisse in Österreich entspricht, heranzuziehen: