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Altenwohn- bzw. Pflegeheime (Langzeitpflege)




Stationäre Pflege und Betreuung in einem Altenwohn- oder Pflegeheim dient dazu, Betreuung und Pflege zu gewährleisten, wenn diese zu Hause nur bedingt bzw. nicht mehr möglich ist.

Ab der Pflegestufe 4 ist ein Eintritt in ein Pflegeheim an keine Hürden und Prüfungen geknüpft. Die Aufnahme in ein Altenwohn- oder Pflegeheim bis einschließlich Pflegestufe 3 erfolgt jedoch im Rahmen des Casemanagements des Landes Kärnten. Im Zuge von durchgeführten Erhebungen wird festgestellt, ob eine Altenwohn – bzw. Pflegeheimaufnahme erforderlich ist.


Grundsätzlich bestehen ansonsten keine weiteren Aufnahmekriterien und auch freie Heimwahl. Eine Ausnahme bilden lediglich gerontopsychiatrische Einrichtungen, welche für pflegebedürftige Personen vorgesehen sind, die an einer psychiatrischen Grunderkrankung leiden. In solchen Fällen erfolgt die Zuteilung über das Amt der Kärntner Landesregierung. Gerontopsychiatrische Einrichtungen sind auch als solche bezeichnet.


Aufnahmeantrag (bis Pflegestufe 3)

Kostentragung:

• Grundsätzliche Information zur Kostentragung durch das Land Kärnten:

Im Rahmen der Kostentragung sind von den Heimbewohnern 80% des ihres Einkommens als Kostenbeitrag zu leisten. Es verbleiben somit 20% (Taschengeld) des Einkommens, die Sonderzahlungen und das Pflegegeldtaschengeld (dz. € 45,20).

Zum Einkommen zählen alle Einkünfte, die der Person zufließen (Einkommen aus Erwerbstätigkeit, Pension, Unterhalt, Miete, Pacht, etc.).

Nähere Informationen zur Kostentragung erhalten Sie beim Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 5 – Gesundheit und Pflege, und den jeweiligen Heimbetreibern.


Abschaffung Pflegeregress mit 01.01.2018:


Bis einschließlich 31.12.2017 war auch das Vermögen (Ersparnisse, Wertpapiere, etc.) für die Kostentragung einzusetzen, wobei Ersparnisse bis zum Betrag von € 4.222,30 (Vermögensfreibetrag) als nicht verwertbar anzusehen waren. Bei Realvermögen (Liegenschaften, etc.) erfolgte die Kostenübernahme durch das Land Kärnten nur vorschussweise und die aufgewendeten Kosten waren bis zum Wert des Vermögens rück zu ersetzen.


Seit 01.01.2018 ist es den Bundesländern untersagt, auf das Vermögen von Personen, die in stationären Pflegeeinrichtungen betreut werden, zurückzugreifen. Gleiches gilt für das Vermögen von Angehörigen, Erbinnen/Erben und Geschenknehmerinnen/Geschenknehmern.


Weitere Details entnehmen Sie einer Aussendung von Frau LHStv.in Dr.in Beate Prettner: [hier klicken]