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EU-Projekt "A.Dri.A"



Strategien gegen Alkoholkonsum unter Jugendlichen


Das Interreg-IVa-Projekt A.Dri.A. (=Alkohol Drinking Awareness) mit dem vollen Titel „Jugend und Alkoholprobleme: Wissen, Innovation und Experimentierung/Disagio Giovanile e problemi alcol correlati: conoscenza, innovazione e sperimentazione“ fand unter Beteiligung der Partnerregionen Kärnten, Friaul (Leadpartner) und Veneto statt. Das in sieben Teilbereiche, sog. Workpackages, aufgeteilte Projekt widmete sich dem Thema des Alkoholkonsums unter Jugendlichen in den drei Regionen. Dabei ging es nicht nur um die direkte Präventionsarbeit in Form der peer education sondern auch um einen Austausch von Wissen und Know-How sowie einen Vergleich zwischen den Regionen. Das Projekt wurde in den Jahren 2009 bis 2011 umgesetzt.


Ein Highlight des Projektes war das Treffen der Jugendlichen peer educatoren im Jugendhotel Cube am Naßfeld im Winter 2010. Dabei trafen sich 100 Jugendliche aus den drei Regionen, um ihre Erfahrungen, die sie im Rahmen des Projektes machen konnte, quasi grenzüberschreitend auszutauschen.


WP1 - Forschung und Wissensaustausch:

Das Ziel war hier das Sammeln und systematische Erheben von Daten und Informationen zum Thema Alkoholkonsum. Ein weiterer Aspekt betrifft die Verbreitung dieses Wissens in den drei Partnerregionen. Das Ergebnis war ein Wissensüberblick in Form eines Handbuches zum Thema Alkohol. Dabei wurde die Situation in den drei Regionen verglichen. Als Kärntner Experte konnte der Psychologe Mag. Christian Lierzer für die Mitarbeit gewonnen werden.


WP2 - Akkreditierung unter Gleichen:

Ziel dieses Schwerpunktes war die Entwicklung eines gemeinsamen Qualitätssystems für die Praktiken bei Prävention, Therapie und Unterstützung von Jugendlichen mit alkoholbedingten Problemen nach der sogenannten Methode der „Akkreditierung unter Gleichen“. Praktisch wurde diese Methode in der Form abgearbeitet, dass in jeder Region Einrichtungen ausgewählt wurden, die jeweils von einem Team der anderen Regionen besucht und nach den Kriterien, die zuvor im Rahmen eines Treffens in Triest erstellt wurden, evaluiert wurden. Produkt dieses WPs war die Erstellung eines Handbuches mit den Evaluations-Kriterien. Von Kärntner Seite waren hier Frau Mag.a Bettina Quantschnig vom Sonderkrankenhaus de la Tour, Frau Dr.in Barbara Sabene-Kristler vom PPD der AVS, Frau Mag.a Cornelia Moschitz von der Suchtberatungsstelle des Landes sowie Frau Cordula Pötscher von Neustart involviert.


WP3 - Peer Education:

In jeder Region wurden Pilotprojekte zur Sensibilisierung und Begleitung von Jugendgruppen zwischen 14 und 20 durchgeführt. Gerade diese Altersgruppe ist den Gefahren des Alkoholkonsums besonders ausgesetzt. In Kärnten wurde eine gesamte Schulklasse der HAK1 Klagenfurt ausgewählt. Unter der Anleitung der beiden Schulsozialarbeiter Jutta Ganzer und Johannes Eggert, wurden die 20 Jugendlichen zu peer eduactoren ausgebildet. Fachliche Unterstützung kam zudem von Neustart. Im Rahmen dieses Workpackages fand auch das Jugendtreffen am Naßfeld statt.


WP 4 – Technisch Wissenschaftlicher Beirat:

Der TWB war das Lenkungsgremium des Projektes, welche die inhaltliche Ausrichtung vorgab und auch laufend kontrollierte.


WP5 - Kommunikation:

Um das Projekt und dessen Ergebnisse bekannt zu machen wurde auf eine breit gefächerte Kommunikationsstrategie gesetzt. Es wurde sowohl ein Folder und eine Homepage erarbeitet als auch diverse Werbematerialien aufgelegt. In Kärnten wurde eine Anti-Alkohol-Radio-Kampagne in Kooperation mit der Antenne Kärnten durchgeführt.



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