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consenso


 


COmmunity Nurse

Supporting

Elderly iN a changing SOciety



Hintergrund


Die demografische Entwicklung in der Europäischen Union stellt ihre Bevölkerung vor neue Herausforderungen, speziell im Gesundheits- und Sozialwesen. Das bedeutet, dass die Veränderung der Struktur in der europäischen Gesellschaft sich einerseits durch die Wohlstandsgesellschaft verbunden mit einer immer besser werdenden Gesundheitsdienstleistungen, sowie ein höheres Bildungsangebot, verbesserte Lebensbedingungen und Erhöhung des Lebensalters darstellt, aber auch andererseits die negativen Folgen, wie der Anstieg bei chronischen Erkrankungen und der damit verbundenen Pflegeabhängigkeit, sozialen Problemen und der Anstieg der finanziellen Mittel für deren Bewältigung. Denn eine höhere Lebenserwartung heißt nämlich nicht automatisch, dass die gewonnene Lebenszeit auch in Gesundheit verbracht wird.


Dem Thema „Gesundheitsförderung und Prävention“ wurde in der letzten Programmperiode 2007-13 große Bedeutung zugeschrieben. Die zunehmenden Veränderungen im Gesundheitswesen verdeutlichen, dass präventive Maßnahmen in Zukunft vermehrt erforderlich werden. Es geht dabei um die Gewährleistung eines optimalen Zuganges zu Gesundheitsdienstleistungen und Präventionsmaßnahmen für die gesamte Landesbevölkerung. Das bedeutet, dass nicht nur Menschen im Kärntner Zentralraum ausreichend versorgt werden, sondern dass auch jene Menschen Zugang zur optimalen Gesundheitsversorgung erhalten, die nicht im städtischen Umfeld leben, sondern in ländlich, infrastrukturschwächeren Regionen beheimatet sind.

Hauptziel


Das Ziel des Projektes, bildet sowohl die Steigerung des Wohlbefindens bzw. Gesundheitsempfindens, der Verbleib älterer Menschen in ihrem eigenen Zuhause, sowie das Schaffen bzw. Aufrechterhalten familiäre und informeller Versorgungsstrukturen, als auch die Kostenreduktion im Bereich der stationären Gesundheits- und Pflegeversorgung.


Zur Zielerreichung dienen:


• Die „family and community nurse (Familiengesundheitspflegerin) ist eine diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin und wird im Rahmen des Projekts zusätzlich im Rahmen eines Studium der Familiengesundheitspflege ausgebildet.

• Die Familiengesundheitspflegerin übernimmt insbesondere im ländlichen Raum die Aufgaben, Betroffene und ihre Familienmitglieder zu beraten, die Prävention zu forcieren und Netzwerke zu erschließen, die eine bedarfs- und bedürfnisorientierte Gesundheitsversorgung außerhalb stationärer Versorgungeinrichtungen bieten.

• Die Familiengesundheitspflegerin bietet die Schnittstelle zwischen Betroffenen, Familienmitglieder, Organisationen, Ärzten, Krankenhäuser und weiteren Gesundheitsdienstleistern. Sie unterstützen in der Koordination insbesondere im Schnittstellenmanagement einerseits, als auch in der Organisation bei z.B. fachspezifischen Terminen bei Allgemein Mediziner, Fachärzten, Ambulanzen oder Krankenanstalten andererseits. Des Weiteren ermöglichen Familiengesundheitspflegerinnen den Zugang zu Gesundheitschecks, Ernährungsberatung, etc..

• Sie erheben die Risikofaktoren, planen und setzen präventive und proaktive Maßnahmen entsprechend der Zielgruppe um.


Zielgruppen:


Dabei bildet die Risikogruppe der älteren Menschen ab 65 Jahren, ob gesund oder bereits erkrankt, und ihrer Familien, einen Schwerpunkt, da sich hier Faktoren wie z.B. Einsamkeit, Armut bzw. Armutsgefährdung, chronische Erkrankungen, schwierig zu erreichende Gesundheitsversorgungsstrukturen, kumulieren und zu einer höheren Krankheitslast führen. Weitere Zielgruppen wie z.B. pflegende Kinder werden jedoch dabei nicht ausgeschlossen.


Projektpartner:


• Leadpartner – Regione Piemonte Direzione Sanità ITALIA

• Projektpartner 2 - Azienda Sanitaria Locale Torino 1 ITALIA

• Projektpartner 3 - Regione Liguria ITALIA

• Projektpartner 4 – Accademia Nazionale di Medicina ITALIA 99.522,25

• Projektpartner 5 - Département du Var FRANCE

• Projektpartner 6 - Association pour le Développement des Entreprises et des Compétences FRANCE

• Projektpartner 7 - UNIVERZA NA PRIMORSKEM UNIVERSITA DEL LITORALE SLOVENIJA

• Projektpartner 8 - Inštitut RS za socialno varstvo SLOVENIJA

• Projektpartner 9 - Amt der Kärntner Landesregierung ÖSTERREICH

• Projektpartner 10 - European Center of Entrepreneurship Competence & Excellence ÖSTERREICH


Eckdaten:


• Die Gesamtprojektdauer beträgt 36 Monate

• Der Projektstart war am 15.12.2015

• Beginn der Ausbildung zur Familiengesundheitspflege 04.05.2016, Ende ist im Februar 2018

• Beginn des Einsatzes der Pflegenden September 2016, Ende ist im Februar 2018 in den Gemeinden Malta, Bad Kleinkirchheim, Ebene Reichenau in der Nockregion, sowie in St. Georgen, St. Paul, Bad Eisenkappel und Sittersdorf in Region Südkärnten

• Das Gesamtbudget des Projektes beläuft sich auf max. EUR 2.052.403,50.

• Das Budget für Kärnten beträgt 302.450 (ERDF Beteiligung 85%, die Selbstkosten Kärntens betragen EUR 49.000

• Zusätzliche eigene Finanzierung über den Kärntner Gesundheitsfonds mit EUR 326.000


Mehr Information:


http://www.alpine-space.eu/projects/consenso/en/home