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Produktkennzeichnung



Produktkennzeichnungen weisen auf besondere Qualität hin
Kennzeichnungsvorschriften

Das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb 1984 (UWG) bildet die Grundlage für die Erlassung allgemeiner Kennzeichnungsvorschriften für Waren und Leistungen. Mit Verordnung kann angeordnet werden, dass bestimmte Waren nur in vorgeschriebenen Mengen, Verpackungen oder unter Einhaltung eines bestimmten Verhältnisses zwischen Verpackungsgröße und Füllmenge und nur unter Ersichtlichmachung,



  • des Namens (Firma) und des Geschäftssitzes desErzeugers oder Händlers,

  • der Menge (Gewicht, Maß, Zahl),

  • der Beschaffenheit (einschließlich der für die Verwendung wesentlichen Angaben),
  • der für den ordnungsgemäßen Gebrauch und die Pflege wesentlichen Angaben sowie
  • der örtlichen Herkunft

gewerbsmäßig feilgehalten oder sonst in Verkehr gesetzt werden dürfen.

Der Sammelbegriff Produktkennzeichnung steht darüber hinaus auch für Gütezeichen, Prüfzeichen, Umweltzeichen, usw. Damit sind Wort- und/oder Bildzeichen gemeint, die auf einem Produkt oder seiner Verpackung zu sehen sind und auf besondere Qualität hinweisen.

Kennzeichnungsvorschriften dienen häufig auch der Umsetzung der in diesen Bereichen bestehenden EU-Richtlinien. Der freie Verkehr von Produkten ist ein fundamentales Element des Europäischen Binnenmarktkonzeptes. Einheitliche technische Vorschriften (Harmonisierungsrichtlinien) erleichtern den freien Warenverkehr. Ziel ist es: 



  • Handelshemmnisse nach Möglichkeit zu beseitigen,
  • unterschiedliche nationale Bestimmungen durch EU-weit einheitliche Regelungen zu ersetzen (einheitliche Kennzeichnung von Produkten, übereinstimmende Güte- und Sicherheitszeichen) und
  • die Anzahl der notwendigen Prüfungen und die damit verbundenen Kosten zu reduzieren.

CE-Kennzeichnung
Bestimmte Produkte, für die eine Übereinstimmung mit den entsprechenden EU-Richtlinien gefordert wird, müssen die CE-Kennzeichnung tragen, zB Spielzeug, Bauprodukte, Maschinen, usw. Erst damit ist die freie Verkehrsfähigkeit innerhalb der Europäischen Union sichergestellt. Die Übereinstimmung mit den einschlägigen Richtlinien wird durch die CE-Kennzeichnung dokumentiert, die vom Hersteller direkt am Produkt angebracht wird. Gegebenenfalls wird eine neutrale Stelle eingeschaltet, die von den einzelstaatlichen Aufsichtsbehörden bei der EU-Kommission benannt wird.



DIN Geprüft

Das DIN Geprüft-Zeichen ist ein Zeichen, das die Übereinstimmung eines Produktes, einer Dienstleistung oder eines Prozesses mit den in DIN-, DIN EN- oder DIN EN ISO-Normen und in Zertifizierungsprogrammen festgelegten Anforderungen dokumentiert. Das Produkt wurde einer Prüfung durch eine neutrale Stelle unterzogen, bewertet und wird regelmäßig überwacht.

Um einen Missbrauch des Zeichens zu unterbinden, muss eine bei der Zertifizierung vergebene Registriernummer neben dem Zeichen angebracht werden. Für spezielle Produktgruppen oder Eigenschaften erhält das Zeichen einen erläuternden Zusatz.

GS-Geprüfte Sicherheit

Das GS-Zeichen (GS = geprüfte Sicherheit) ist ein anerkanntes Sicherheitszeichen. Im Bereich des Verbraucher- und Arbeitnehmerschutzes soll es Gewähr dafür bieten, dass die sicherheitstechnischen Anforderungen eines technischen Arbeitsmittels erfüllt und durch eine unabhängige (zugelassene) Stelle geprüft und regelmäßig überwacht werden. Das GS-Zeichen kann von verschiedenen zugelassenen technischen Prüfstellen vergeben werden, etwa der TÜV Austria Holding AG.


EU-Energieetikettierung

Die Richtlinie 2010/30/EU über die Angabe des Verbrauchs an Energie und anderen Ressourcen durch energieverbrauchsrelevante Produkte mittels einheitlicher Etiketten und Produktinformationen bezweckt die Vermeidung von Umweltbelastungen, indem Endverbraucher in die Lage versetzt werden sollen, effizientere Produkte zu wählen. Dazu sollen die Konsumenten mit einheitlichen Etiketten über die Energieeffizienz informiert werden.

Der Umsetzung dieser Richtlinie ins österreichische Recht dient die Produkte-Verbrauchsangabenverordnung 2011 (PVV 2011). Sie gilt für energieverbrauchsrelevante Produkte, die während des Gebrauchs wesentliche unmittelbare und mittelbare Auswirkungen auf den Verbrauch an Energie und anderen wichtigen Ressourcen haben, zB Kühlgeräte, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Raumklimageräte, Lampen. Die PVV 2011 schreibt vor, dass den Endverbrauchern auf einem Datenblatt und einem Etikett Angaben über den Energie- bzw. Ressourcenverbrauch des Produkts zur Kenntnis gebracht werden müssen.