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Seenerlebnis Kärnten




"Kärnten ist ein Land der Seen. Dieser Umstand erweckt bei Urlaubsgästen eine Erwartungshaltung, die weit übers Baden hinausgeht und unsere Seen tragen auch maßgeblich zur Lebensqualität der Kärntnerinnen und Kärntner bei. Aber unsere Seen müssen das ganze Jahr zugänglich und erlebbar sein. Deshalb haben wir uns von Landesseite zum Ziel gesetzt, Meter um Meter Seegrund für die Öffentlichkeit zurückzuerobern. Die 10 größten Kärntner Seen verfügen demnach über 150 öffentliche Uferflächen mit einer Uferlänge von über 13 Kilometern. Aber nur 40 dieser Flächen sind freie Seezugänge. Dieses Ziel gibt auch die Tourismusstrategie des Landes vor, weil Gäste und Einheimische nicht nur baden wollen, sondern den See auch während oder nach einer Wanderung, einer Radtour, beim Essen oder sogar zwischendurch beim Arbeiten genießen wollen.


Auf Grund der Tourismusstrategie und dem Bekenntnis der Landesregierung haben wir in einer gemeinsamen Studie mit der WKK, KW, den TR und der ÖHV den Status Quo erhoben und einen Maßnahmenkatalog zum verbesserten Seenerlebnis ausgearbeitet. In der Studie wurden wichtige Fragen mitberücksichtigt und mittlerweile auch gelöst wie beispielsweise Haftungsfragen oder das Thema der Inszenierung, wie Menschen die Zugänge erleben. Das gemeinsame Ziel ist klar: Unsere Seen müssen ganzjährig erlebbar sein. Daher werden jetzt, nachdem die Grundlagen und Rahmenbedingungen geschaffen wurden, die Gemeinden und Touristiker aktiv. Sie sind es, die in der Umsetzung gefragt sind und somit auch ihr Angebot in der jeweiligen Region attraktiver gestalten können.


Ich danke allen, die das Potenzial erkennen und mit Innovationen und besonderen Angeboten zur Belebung des Tourismus und der Freizeitwirtschaft in Kärnten beitragen."


Mag. Ulrich Zafoschnig

Tourismuslandesrat


Leitfaden - Seenerlebnis Kärnten



Analysen haben ergeben, dass an den größten Kärntner Seen, die mehrheitlich im Eigentum der Bundesforste sind, eine relativ große Anzahl an öffentlichen Uferflächen vorhanden ist, von denen einige mit geringem Aufwand als freie Seezugänge zugängig und erreichbar gemacht werden könnten. Das Thema Haftung ist für viele Seegrundstücksbesitzer bzw. Betreiber von großer Bedeutung.Um hier unterstützend einzuwirken und mehr freie Seezugänge in Kärnten zu schaffen, stellt das Land Kärnten, ähnlich wie bei den Mountainbikewegen, eine landesweite Haftpflichtversicherung zur Verfügung. Diese ist für Vereinbarungen unter folgenden Voraussetzungen gültig: der Vertrag (zu verwenden ist der Mustervertrag freier Seezugang) wird zwischen dem Grundstücksbesitzer und dem Betreiber abgeschlossen, muss dem Land Kärnten (Abt.7 UA / Tourismus) gemeldet werden und wird auf der Landeshomepage ktn.gv.at eingetragen. Somit wird eine zusätzliche Rechtssicherheit geschaffen.


Download Landesweite Haftpflichtversicherung Mustervertrag Freier Seezugang

Download Tafel Seezugang



Viele öffentliche Strandbäder im Eigentum der Gemeinden sind defizitär und die jährliche Abgangsdeckung verhindert ein Ansparen für notwendige Investitionen. Neue Überlegungen sollen Ideen liefern, um Zukunftskonzepte zu entwickeln, die einerseits wirtschaftlich vertretbar, andererseits auch angebotstechnisch den zeitgemäßen Anforderungen entsprechen. Wie z. B. die Variante der Umwandlung veralteter Strandbäder zu freien Seezugängen mit Parkraumbewirtschaftung. Für diese Maßnahme eignen sich Strandbäder in Kärnten, die dringenden Investitionsbedarf haben, defizitär und im Besitz der Gemeinde sind. Für den Abbruch und der Umwandlung des veralteten Strandbades in einen attraktiven, freien Seezugang mit Parkgebühr gibt es von Kohl & Partner zwei Modellberechnungen:


Download MODELL A: Freier Naturzugang (natürlicher Seezugang ohne Anlagen)

Download MODELL B: Freier Seezugang mit Gastronomie