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Agrartechnik



Generell umfasst das ländliche Wegenetz im Sinne der Förderungsrichtlinie für die Verkehrserschließung alle mit Kraftfahrzeugen befahrbaren Straßen und Wege.
Diese befinden sich außerhalb von Ortschaften und innerhalb des Dauersiedlungsraumes. Nicht dazu zählen zB. Forststraßen, Almwege sowie innerbetriebliche Erschließungsstrassen. Das ländliche Wegenetz hat cirka 8.600 km Weglänge. Etwa 2.600 km davon befinden sich in einem verhältnismäßig guten Zustand, da sie über das Erhaltungsprogramm Modell Kärnten betreut werden. Die übrigen Straßen weisen einen mittelmäßigen bis schlechten Zustand auf.


Straßen und Wege im ländlichen Raum haben eine multifunktionale Bedeutung:

... sie sichern die verlässliche Versorgung der Bevölkerung mit Wirtschaftsgütern aller Art.

... sie ermöglichen die schnelle Zufahrt von Arzt, Rettung und Feuerwehr, die tägliche Fahrt zur Arbeit und zur Schule sowie die Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben.

... sie dienen dem Fremdenverkehr als herrliche Ausflugsrouten, sowie der städtischen Bevölkerung zur Erreichung der Naherholungsgebiete.

... sie sind beliebt als Rad- und Wanderwege.



1. Ländliches Wegenetz

a) Neu-, Umbau und Instandsetzung von Verbindungsstraßen, Güterwegen und Hofzufahrten im ländlichen Raum einschließlich der Projektierung und Bauberatung, Bauleitung und Abrechnung.

b) Laufende Wegerhaltung: bauliche Erhaltungsmaßnahmen und Arbeiten nach Elementarereignissen.

c) Kleinprojekte: Kleinere Baumaßnahmen (ca. < € 25.000) im Sinne der Verkehrserschließung.

d) Modell Kärnten: Regelmäßige und systematische Erhaltungsmaßnahmen zur Sicherung des vorhandenen Ausbauzustandes bzw. Verlängerung der Nutzungsdauer neu errichteter ländlicher Straßen und Wege. Maßnahmen: bauliche Instandhaltung, Sanierung von Rissen und Oberflächen, Schotterung und Graderung, sonstige Maßnahmen (Stützmauern, Brücken, etc.).


PROJEKTANTRAG



2. Landwirtschaftliche Seilaufzüge

Förderung der Neuerrichtung bzw. des Umbaues von Materialseilbahnen zur Bewirtschaftung landwirtschaftlich genutzter Grundstücke.



3. Entwässerung landwirtschaftlicher Kulturflächen

Erhaltung bestehender Entwässerungsanlagen. Stabilisierung von Rutschhängen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen.



4. Agrarische Operationen

Das Förderungsziel ist die Sicherung, Wiederherstellung und Verbesserung der Funktionsfähigkeit der Kulturlandschaft im Rahmen von Verfahren nach dem Flurverfassungslandesgesetz. Im Rahmen von Maßnahmen zur Verbesserung der Boden- und Besitzstruktur können gefördert werden:

- Der Wegebau in Zusammenlegungsgebieten

- Maßnahmen zur Gestaltung von naturnahen Flächen und Landschaftselementen.

- Die Grundaufbringung von vorgenannten Flächen sowie für Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Bodenschutz, Wasserrückhalt und Wasserschutz.



5. Agrarbauhof

Der Agrarbauhof stellt ein Förderungsinstrument des Landes Kärntens für den Bereich der Land- und Forstwirtschaft dar. Die Aufgaben des Agrarbauhofes bestehen darin, im Zuge der Förderungsmaßnahmen für den Bau und die Erhaltung des ländlichen Wegenetzes, der Forststraßen, Almwege, gemeinsame Maßnahmen bei agrarischen Operationen, die Kultivierung und den Katastropheneinsatz geeignete Baumaschinen samt Personal gegen Kostenersatz zur Verfügung zu stellen. Der Baumaschineneinsatz erfolgt auf Anforderung und unter Aufsicht der mit der Abwicklung der Bauvorhaben und den Förderungsmaßnahmen betrauten Sachbearbeitern der UA Agrartechnik.