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EU-Projekt “After Care Guarantee”




Dieses Projekt wurde im Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen. Die Ergebnisse fließen in die laufende Arbeit der Kinder- und Jugendhilfe ein und sind Grundlage für die Planung weiterer Aktivitäten auf EU-Ebene.



EU-Programm: Erasmus+

Laufzeit: 12 Monate, 1. April 2015 bis 31. März 2016


6 Projektpartner:
 Intern Verzelfstanding Agentschap Jongerenwelzijn (Belgien)
 European Network of Social Authorities – ENSA (Italien) 
 Federation Europeenne des Associations Nationales Travaillant avec les Sans-Abri AISBL – FEANTSA (Belgien)
 Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 4 - Soziales und Gesellschaft (Kärnten)
 Ministerie van Volksgezondheid, Welzijn en Sport (Niederlande)
 Azienda Speciale Consortile Ovest Solidale (Italien)

Projektinhalt:
Zielgruppe des Projektes waren die sogenannten „Jungen Erwachsenen”, welche nach ihrer Betreuung im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe Unterstützung in der ersten Phase ihres eigenständigen „Erwachsenenlebens“ erhalten sollen. Studien haben gezeigt, dass ehemals im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe betreute junge Erwachsene in weit höherem Ausmaß mit den Hürden des Erwachsenwerdens zu kämpfen haben, als vergleichbare gleichaltrige Jugendliche ohne Betreuungs-Hintergrund. Diese Jugendlichen sind weit häufiger von Arbeitslosigkeit und Obdachlosigkeit betroffen. Der Übergang erfolgt nämlich bei ersteren abrupt und ohne Übergangsphase. Haben „normale“ Jugendliche meist noch die Unterstützung der Familie, fällt dieses Netz bei Jugendlichen nach der Betreuung weg.

In dem vorliegenden Projekt wurden daher neue Wege gefunden und analysiert werden, wie diese Zielgruppe besser unterstützt werden könnte. Ein Ergebnis des Projektes war die Idee eines „After Care Plan“, der bereits in der Betreuung erstellt wird und die wichtigsten Unterstützungsmaßnahmen für die Zeit danach benennt. Erstellt wird der After Care Plan gemeinsam mit der/dem Jugendlichen und seinem/seiner BetreuerIn. Damit wird einerseits die Selbstständigkeit und Entscheidungsfähigkeit gestärkt, andererseits aber auch noch notwendige Hilfestellung gewährt.
Weiters fanden in dem Projekt Focusgruppen-Interviews statt, in denen nicht nur ExpertInnen/VertreterInnen aus dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, sondern auch die Zielgruppe selbst zu Wort kam. Damit konnten wertvolle Inputs über die Anforderungen und Bedürfnisse gesammelt werden. Von den Jugendlichen selbst kamen wichtige Inputs über ihre Sicht der Betreuung. So konnten auch zwei VertreterInnen Kärntner Jugendlicher an der Abschlusskonferenz des Projekts in Brüssel teilnehmen und als ExpertInnen für das Thema vor einem internationalen Publikum sprechen. Die Partizipation der Jugendlichen selbst stellte in der Projektarbeit einen der interessantesten Aspekte dar.
Das Projekt wurde Ende März 2016 erfolgreich beendet. Die gewonnenen Ergebnisse fließen in die laufende Arbeit der Kärntner Kinder- und Jugendhilfe ein. So findet etwa die Kinderschutzfachtagung 2016 erstmals unter Beteiligung der Minderjährigen selbst statt.


Mehr Informationen zum Projekt finden Sie unter:
https://sites.google.com/site/aftercareguarantee/


Zuständige Ansprechpartnerinnen für EU-Projekte und -Themen der Abteilung 4 – Soziales und Gesellschaft:

UALin RRin Christine Gaschler-Andreasch
Telefon: +43 (0)50536 14503
Mail: christine.gaschler@ktn.gv.at

Mag.a Martina Hornböck
Telefon: +43 (0)50536 14609
Mail: martina.hornboeck@ktn.gv.at