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Kampf gegen Kinderhandel



Die Abteilung 4 ist Mitglied in der Task Force Menschenhandel zur Bekämpfung des Menschenhandels



Nach Schätzungen des VN-Kinderhilfswerks UNICEF gibt es weltweit jährlich 1,2 Millionen Opfer von Kinderhandel. Österreich ist von Kinderhandel sowohl als Transit- als auch als Zielland betroffen. Da Kinderhandel im Verborgenen stattfindet, ist es schwierig, konkrete Zahlen zu ermitteln. Auch kann oftmals zwischen unbegleiteten minderjährigen Fremden/Flüchtlingen, illegal (mit Schleppern) eingereisten Minderjährigen und Opfern von Kinderhandel nicht ausreichend differenziert werden. Als wichtigste Ursache für Kinderhandel gilt Armut. Kinder sind dann besonders gefährdet, verkauft und ausgebeutet zu werden, wenn ein niedriger Bildungsgrad, Gewalt und Suchtverhalten in der Familie sowie fehlende Perspektiven im sozialen Umfeld zusammentreffen.


Um sich der komplexen Thematik Kinderhandel eingehend widmen zu können, hat die Task Force zur Bekämpfung des Menschenhandels eine eigene Arbeitsgruppe zu diesem Thema unter Leitung des Bundesministeriums für Familien und Jugend eingerichtet. Im Rahmen der Arbeitsgruppe Kinderhandel wurden unter anderem die Handlungsorientierungen für betroffene Berufsgruppen und Institutionen zur Identifizierung von und zum Umgang mit potenziellen Opfern von Kinderhandel fertiggestellt, die auch Hintergrundinformationen und Indikatoren zur Identifizierung von Opfern enthalten. Auch eine EU-weite Hotline für vermisste Kinder (116000) wurde eingerichtet.



Daten und Fakten zu Menschenhandel


Neben dem illegalen Drogen- und Waffenhandel steht Menschenhandel an dritter Stelle hinsichtlich der erzielten Gewinne: Gemäß UNODC machen kriminelle Netzwerke mit der „Ware Mensch“ einen Gewinn von 32 Milliarden Dollar pro Jahr. Laut Informationen der „International Labour Organisation“ (ILO) werden jährlich 2,4 Millionen Menschen Opfer von Menschenhandel. Mehrheitlich sind Frauen und Kinder betroffen.


Österreich ist durch seine Lage im Zentrum Europas von Menschenhandel als Transit- und Zielland betroffen. Schätzungen zufolge sind in Österreich insbesondere der Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung und der Ausbeutung der Arbeitskraft sowie sklavereiähnliche Zustände bei Hausangestellten und Kinderhandel verbreitet.


In der Regel stammen die Opfer von Menschenhandel in Österreich aus ärmeren EU- oder Drittstaaten. Hier können u.a. Probleme und Gewalt in der Herkunftsfamilie, ein niedriges Bildungsniveau, Arbeitslosigkeit, Armut sowie die Suche nach einem vermeintlich „besseren Leben“ eine Rolle spielen.


2004 wurde von der österreichischen Bundesregierung eine Task Force zur Bekämpfung des Menschenhandels eingerichtet, um die österreichischen Maßnahmen gegen Menschenhandel zu koordinieren und zu intensivieren. In der Task Force sind alle relevanten Bundesministerien und Regierungsstellen, die Bundesländer, die Sozialpartner sowie spezialisierte Nichtregierungsorganisationen vertreten. Hauptaufgabe der Task Force ist es, Nationale Aktionspläne zur Bekämpfung des Menschenhandels auszuarbeiten und deren Umsetzung zu überwachen.



(Quelle: https://www.bmeia.gv.at/europa-aussenpolitik/menschenrechte/schwerpunktthemen/kampf-gegen-den-menschenhandel/)




Downloads:

Broschüre "Identifizierung von Opfern des Kinderhandels"

Kurzfolder "Kinderhandel in Österreich"

Broschüre "Menschenhandel in Österreich"

Broschüre "Rechte der Opfer von Menschenhandel"


Links:

Außenministerium - Task Force Menschenhandel

ECPAT

Webausstellung gegen Menschenhandel