Agrartechnik - Ländliches Wegenetz

Generell umfasst das ländliche Wegenetz im Sinne der Kärntner Land- und Forstwirtschaftsförderungsrichtlinie 2016 für die Verkehrserschließung alle mit Kraftfahrzeugen befahrbaren Straßen und Wege außerhalb des Ortsgebietes und innerhalb des Dauererschließungsraumes. Nicht dazu zählen Mautstraßen, Forststraßen nach dem Forstgesetz und Almwege. Das ländliche Wegenetz hat eine Gesamtlänge von circa 8.600 km. Etwa 2.900 km befinden sich in gutem bzw. sehr gutem Zustand, da sie über das Erhaltungsprogramm „Modell Kärnten“ betreut werden. Die übrigen Straßen weisen einen mittelmäßigen bis schlechten Zustand auf.



Straßen und Wege im ländlichen Raum haben eine multifunktionale Bedeutung denn:


  • sie sichern die verlässliche Versorgung der Bevölkerung mit Wirtschaftsgütern aller Art.
  • sie ermöglichen die schnelle Zufahrt von Einsatzkräften, die tägliche Fahrt zum Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz sowie die Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben.
  • sie dienen dem Fremdenverkehr als herrliche Ausflugsrouten sowie der städtischen Bevölkerung zur Erreichung der Naherholungsgebiete.
  • sie sind beliebt als Rad-, Wander- und Reitwege.


1. Ländliches Wegenetz

  • Neubau, Umbau und Instandsetzung vonVerbindungsstraßen, Güterwegen sowie Hofzufahrten im ländlichen Raum einschließlich der Projektierung und Bauberatung, Bauausführung und Bauleitung sowie Förderungsabwicklung.
  • Laufende Wegerhaltung: bauliche Erhaltungsmaßnahmen und Arbeiten nach Elementarereignissen. Die Investitionskosten sind mit ca. € 50.000,-- begrenzt.
  • Kleinprojekte: Weniger umfangreiche Baumaßnahmen mit Investitionskosten von bis zu etwa € 25.000,-- im Sinne der Verkehrserschließung.
  • Modell Kärnten: Regelmäßige und systematische Erhaltungsmaßnahmen zur Sicherung des vorhandenen Ausbauzustandes bzw. zur Verlängerung der Nutzungsdauer neu errichteter ländlicher Straßen und Wege. Die Maßnahmen umfassen die bauliche Instandhaltung wie z. B. die Sanierung von Rissen und Oberflächen und die Erneuerung von Schotterdeckschichten sowie sonstigen Maßnahmen (Sanierung von Brücken, Mauern, etc.).


2. Landwirtschaftliche Seilaufzüge

Förderung der Neuerrichtung bzw. des Umbaus von Materialseilbahnen zur Bewirtschaftung landwirtschaftlich genutzter Grundstücke.


3. Entwässerung landwirtschaftlicher Kulturflächen

Erhaltung bestehender Entwässerungsanlagen sowie Stabilisierung von Rutschhängen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen.


4. Agrarische Operationen

Das Förderungsziel ist die Sicherung, Wiederherstellung und Verbesserung der Funktionsfähigkeit der Kulturlandschaft im Rahmen von Verfahren nach dem Flurverfassungslandesgesetz. Im Rahmen von Maßnahmen zur Verbesserung der Boden- und Besitzstruktur können gefördert werden:

  • Der Wegebau in Zusammenlegungsgebieten
  • Maßnahmen zur Gestaltung von naturnahen Flächen und Landschaftselementen
  • Die Grundaufbringung von vorgenannten Flächen sowie für Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Bodenschutz, Wasserrückhalt und Wasserschutz


5. Elektrifizierungen

Förderung der Ersterschließung eines oder mehrerer Anwesen mit elektrischem Strom


6. Agrarbauhof

Der Agrarbauhof stellt ein Förderungsinstrument des Landes Kärnten für den Bereich der Land- und Forstwirtschaft dar. Dabei werden für den Bau und die Erhaltung des ländlichen Wegenetzes (inkl. Forst- und Almwege), aber auch für den Katastropheneinsatz geeignete Baumaschinen samt Personal zur Verfügung gestellt. Diese Leistungen werden nach tatsächlichem Aufwand in Rechnung gestellt. Der Baumaschineneinsatz erfolgt auf Anordnung und unter der Aufsicht der mit der Abwicklung der Bauvorhaben und den Förderungsmaßnahmen betrauten Bauleitern der Unterabteilung Agrartechnik.



Downloads:

Projektantrag (07_08_2018)

Gebietsaufteilung Kärnten

Übersicht der Mitarbeiter