Europäischer Fischereifonds

Europäischer Fischereifonds


Europäischer Meeres- und Fischereifonds (EMFF) 2014-2020 - EU-kofinanzierte Förderung


In der Förderperiode 2014 - 2020 besteht die Möglichkeit, im Rahmen des Europäischen Meeres- und Fischereifonds insbesondere im Bereich der Binnenfischerei sowie der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung von Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen Vorhaben bzw. Projekte zu fördern. Die entsprechende Sonderrichtlinie des Bundesministers für Land- Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft zur Umsetzung des Operationellen Programms Österreichs wurde am 30.6.2015 genehmigt.


Die endgültigen Formulare für die Förderanträge liegen vor und die Auswahlkriterien für die Projektbeurteilungen wurden nunmehr festgelegt. Jeder Antragsteller muss einen Förderantrag einschließlich der unterschriebenen Verpflichtungserklärung und notwendiger weiterer Unterlagen gemäß der Sonderrichtlinie vorlegen. Erst bei Vorliegen vollständiger Einreichunterlagen kann der Antrag beurteilt und gegebenenfalls eine Förderzusage erteilt werden.


Die Antragstellung hat rechtzeitig vor Beginn der Umsetzung des Vorhabens bzw. der damit verbundenen Auftragsvergaben, Bestellungen oder Ausgaben zu erfolgen. Mit Einlangen der Antragsunterlagen wird der Stichtag festgelegt, ab welchem die Anerkennung der Kosten erfolgen kann. Förderungswerber beginnen ein Vorhaben ausdrücklich auf ihr eigenes Risiko. Die Abgabe und Entgegennahme eines Antrages stellt keine automatische Genehmigung oder Förderzusage dar!



Wer wird gefördert?


Grundsätzlich kommen als Förderungswerber natürliche Personen und juristische Personen oder Personenvereinigungen mit Niederlassung in Österreich, die im Bereich der Fischproduktion, Fischverarbeitung oder Fischvermarktung im Inland tätig sind und ein Vorhaben entsprechend der Zielsetzung des EMFF verfolgen, in Betracht.

Der Förderungswerber muss eine ausreichende berufliche Qualifikation aufweisen (Berufserfahrung von mindestens 5 Jahren, geeignete Fischereiausbildung, Fischereifacharbeiter oder höhere Ausbildung).



Was wird gefördert?


Im Mittelpunkt des gegenständlichen Programmes steht die Erhöhung der nationalen Fischproduktion im Sinne der Österreichischen Strategie Aquakultur 2020, d.h. produktive Investitionen in der Aquakultur, wie die Neuerrichtung von Fischzuchtanlagen, sowie Maßnahmen zur Erweiterung und Intensivierung bestehender Anlagen. Von der EU-Verordnung umfasst sind darüber hinaus auch Investitionen zur Erhaltung und Unterstützung der Binnenfischerei, die Entwicklung des Verarbeitungssektors bis hin zu Vermarktungsmaßnahmen, die Förderung des Humankapitals und der Datenerhebung (Detaillierte Informationen sind der Sonderrichtlinie zu entnehmen).


Investitionen in der Binnenfischerei

Erneuerungen an Booten zur Verbesserungen der Arbeitsbedingungen an Bord, Neubau und Modernisierung von Einrichtungen, Fanggeräte, Diversifizierung der Produktion bzw. Direktvermarktung etc.


Mindestinvestition: € 4.000,-- je Vorhaben


Innovation in der Aquakultur

Vorhaben, die in partnerschaftlicher Zusammenarbeit zwischen einer anerkannten wissenschaftlichen oder technischen Stelle und einem Fischerei- oder Aquakulturbetrieb durchgeführt werden und die Entwicklung neuer oder verbesserter Verfahren und Methoden, Geräte sowie Systeme der Verwaltung oder Organisation zum Inhalt haben.


Produktive Investitionen in der Aquakultur

Bau neuer und die Erweiterung sowie die Modernisierung von bestehenden Anlagen einschließlich Bruthäuser, Diversifizierung, Verbesserung der Arbeitsbedingungen und des Tierschutzes inkl. Schutz vor Raubtieren, Verbesserung der Haltungs- und Gesundheitsbedingungen, Produktvielfalt, Kreislaufanlagen etc.


Mindestinvestition: € 10.000,-- pro Antrag


Die Obergrenze der förderbaren Kosten für die gesamte Programmperiode beträgt € 1.400.000,-- pro Betrieb.


Humankapital und sozialer Dialog

Im Bereich der Bildung soll eine Vernetzungsstelle zwischen den verschiedenen Einrichtungen und Personen, die in Ausbildung, Weiterbildung und Forschung tätig sind, geschaffen werden; z.B. Bildungsprojekte im Bereich Fischgesundheit, Beratungskonzepte, Weiterbildungskonzepte.


Vermarktungsmaßnahmen

Organisation regionaler, nationaler und transnationaler Kommunikations- und Absatzförderungskampagnen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit hinsichtlich nachhaltiger Fischerei- und Aquakulturerzeugnisse.


Verarbeitung von Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen

Energieeinsparungen oder Verringerung der Umweltbelastungen, Verbesserung der Hygiene, der Gesundheit und Arbeitsbedingungen, Verarbeitung von neuen bzw. biologischen Erzeugnissen


Mindestinvestition: € 10.000,-- pro Antrag


Die Obergrenze der förderbaren Kosten für die gesamte Programmperiode beträgt € 2.000.000,--pro Betrieb.


Datenerhebung

Erhebung von Datensätzen und zentrale Aufbereitung, um diese über eine Datenplattform zur Verfügung zu stellen.



Wie wird gefördert?


Die Förderung von Investitionen erfolgt durch einen einmaligen, nicht rückzahlbaren, von Land, Bund und EU kofinanzierten Investitionszuschuss. Detaillierte Informationen sind der Sonderrichtlinie zu entnehmen.


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Abwicklung / Antragstellung


Das Förderungsansuchen (Förderantrag und Verpflichtungserklärung) ist mittels Formular vollständig ausgefüllt an das Amt der Kärntner Landregierung, Abteilung Land- und Forstwirtschaft, Regionalbüro Völkermarkt, Spanheimergasse 2, 9100 Völkermarkt zu richten. Die Anträge werden auf Vorliegen der Voraussetzungen und Förderungswürdigkeit überprüft und in der Folge anhand der Auswahlkriterien gereiht. Förderungswürdige Projekte werden nach Maßgabe der verfügbaren Mittel der Reihe nach bedient.



Auswahlverfahren derzeit ausgesetzt

Da die zugewiesenen Finanzmittel bereits ausgeschöpft sind, kann bis auf weiteres kein Auswahlverfahren durchgeführt werden.



Wichtig:

Der Förderantrag ist zwingend vor Beginn der Investitionen zum Projekt zu stellen (Stichtag). Es können nur Bestellungen, Leistungen und Lieferungen bzw. Kosten ab dem Datum nach diesem Stichtag zur Berechnung des Förderbeitrages herangezogen werden.


Darüber ergeht eine Mitteilung an den Förderungswerber/die Förderungswerberin. Nach Projektabschluss ist eine Abrechnung mit allen Belegen und Zahlungsnachweisen im Original vorzulegen. Nach Prüfung dieser Unterlagen wird die Summe der förderungswürdigen Ausgaben bestimmt und davon die Förderung berechnet und ausbezahlt.



Downloads:

Antrag auf Fördermittel

Verpflichtungserklärung

Sonderrichtlinie

Unterlagenliste

Auswahlverfahren und Auswahlkriterien


Link:

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Stichtag - Aussetzen des Auswahlverfahrens



Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Kärntner Landesregierung

Abteilung 10 - Land- und Forstwirtschaft, Ländlicher Raum

Regionalbüro Völkermarkt

Spanheimergasse 2

9100 Völkermarkt


Dipl.-Ing. Friedrich Flödl

Festnetz: 050 536-65571

E-Mail: friedrich.floedl@ktn.gv.at


Ing. Martin Tschernko

Festnetz: 050 536-65572

E-Mail: martin.tschernko@ktn.gv.at





Österreichisches Gemeinschaftsprogramm Europäischer Fischereifonds 2007-2013


Das Österreichische Gemeinschaftsprogramm Europäischer Fischereifonds 2007-2013 wurde von der Europäischen Kommission im Dezember 2007 für den Zeitraum 2007-2013 genehmigt. Im April 2008 ist der Startschuss für die Durchführung der Förderungen erfolgt.


Neben Investitionen in der Aquakulturproduktion können dabei auch Maßnahmen wie Investitionen in der Binnenfischerei oder Pilotprojekte für die Erprobung von alternativen Bewirtschaftungen gefördert werden.


Rund die Hälfte der zur Verfügung stehenden Mittel kommt dabei aus dem Europäischen Fischereifonds, die restlichen Mittel werden von österreichischer Seite aufgebracht.


Sonderrichtlinie Fischereifonds 2007-2013

Formblatt 4_4 Auszahlungsantrag

Formblatt 4_5 Jahresbericht über die Durchführung

Formblatt 4_6 Verwendungsnachweis

Formblatt 4_7 Fragebogen SUP - Monitoring